Beide Einbrecher wurden festgenommen und in Gewahrsam gebracht. Foto: Morris Pudwell

Sie sind Wiederholungstäter. Eingebrochen, geschnappt, wieder freigelassen. Drei Einbrüche in zwei Tagen. Immer gingen sie leer aus. Der Tunesier (19) und sein zwei Jahre jüngerer Bekannter aus Algerien wurden nun erneut auf frischer Tat erwischt. Diesmal könnte es jedoch sein, das ein Richter kein Auge mehr zudrückt, nicht wie seine Kollegen zuvor. Das hoffen jedenfalls die Polizisten, die die beiden Einbrecher in der Nacht zu Sonntag erneut gefangen haben.

Sie waren kurz vor ein Uhr losgezogen. Ihr Ziel war eine Parterrewohnung in der Frankfurter Allee. Weshalb sie sich sie auf die eine spezielle Wohnung in dem mehrgeschossigen Wohnblock konzentrierten, ist noch nicht geklärt. Fest steht, dass sich einer von ihnen einen Schotterstein griff und damit eine Fensterscheibe einschlug. Dann öffneten sie das Fenster und kletterten in die Wohnung.

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Was sie nicht ahnten: Ein aufmerksamer Nachbar hatte das Klirren der Scheibe gehört. Er machte den beiden einen dicken Strich durch die Rechnung. Und so waren sie sehr überrascht, als plötzlich Polizisten an der Wohnungstür klingelten. Während der Jugendliche aus Algerien versuchte, aus dem Fenster zu springen, versteckte sich der junge Mann aus Tunesien im Bettkasten. Das half ihm nichts.

Beide Einbrecher wurden festgenommen und in Gewahrsam gebracht. Ihre Taschen, in denen sich Schmuck und anderen Wertgegenstände befanden, sind sie los. Sie werden nun kriminaltechnisch untersucht. Möglicherweise stammt die Beute nicht nur von diesem Einbruch, hieß es. Die beiden Täter sollten am Sonntagabend der Kriminalpolizei überstellt werden. Dort sind sie schon bekannt.

Ob sie bereits schon mal gemeinsam auf Klautour waren, wurde am Sonntag nicht bekannt. Der 19-Jährige soll allerdings erst in der vergangenen Woche beim Stehlen erwischt worden sein. Die Einbrecher kennen sich offenbar aus einem Lichtenberger Jugendheim, in dem der Ältere auch polizeilich gemeldet ist. Der Algerier lebt laut Polizei ohne festen Wohnsitz in der Stadt. Er soll bei Bekannten untergekommen sein. „Vielleicht klappt es diesmal, dass die Täter endlich vor Gericht gestellt werden“, sagte ein Beamter. So richtig daran glauben will er jedoch nicht. „Bisher haben die Gerichte immer Milde walten lassen. Genutzt hat das aber nichts“, so der Polizist. Sie sind weiterhin auf Tour.