Die Umstände des tödlichen Gewaltverbrechens erschüttern.
Die Umstände des tödlichen Gewaltverbrechens erschüttern. dpa/Torsten Silz (Symbolbild)

Unmittelbar vor Weihnachten hat den Ort Schöneiche ein Gewaltverbrechen erschüttert, dessen Details erschüttern. Eine 80-jährige Friseurin wurde tot aufgefunden. Tatverdächtig ist ihr eigener Enkel. Dieser hatte versucht, einer Polizistin die Dienstwaffe zu entreißen.

Weihnachten fiel für die Ermittler der Mordkommission im Oder-Spree-Bereich Brandenburgs aus: Unmittelbar vor Weihnachten wurde eine Seniorin getötet. Die Umstände des Gewaltverbrechens machen fassungslos. Auch wenn der Enkel des Opfers unter Tatverdacht steht, will die Polizei das Verbrechen restlos aufklären und sucht nach Zeugen, die Hinweise geben könnten.

Die Seniorin sei privat als Friseurin tätig gewesen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Ein Kunde habe sie auf ihrem Grundstück in einem Nebengebäude, das sie als Salon genutzt habe, tot entdeckt. Die Tat geschah einen Tag vor Heiligabend, nach Polizeiangaben wahrscheinlich zwischen 12.00 Uhr und 12.30 Uhr. Der Enkel der Frau kam wegen dringenden Tatverdachts in Untersuchungshaft.

Wer hat sich in der Mittagszeit des 23. Dezember in der Nähe des Tatortes aufgehalten?

Für die weiteren Ermittlungen sucht die Polizei aber auch noch Zeugen, die sich in der Mittagszeit des 23. Dezember im Bereich der Watenstädter Straße/Wittstockerstraße in Schöneiche aufgehalten oder diese passiert haben. Jedes Detail könne von Bedeutung sein, hieß es am Mittwoch.

Die Polizei konnte den Enkel der Frau, einen 37 Jahre alten Deutschen, in seinem Auto auf der Bundesstraße 1 bei Vogelsdorf stoppen. Der Mann versuchte dann, einer Polizistin die Dienstwaffe gewaltsam zu entreißen. Dabei habe sich ein Schuss gelöst, der den Verdächtigen an Hand und Oberschenkel verletzt habe, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Dienstag. Bei dem Einsatz wurden auch zwei Polizisten verletzt.