Was die Berliner Polizei erlebt ist manchmal unfassbar. In einem Post beschreibt das Social-Media-Team einen Einsatz in Kreuzberg so großartig und trotz der ernsten Lage mit einer ordentliche Portion Humor.

Hier der Facebook-Post der Polizei vom Donnerstag: „Sich beim Friseur endlich mal wieder einen neuen Haarschnitt gönnen, mal eben schön Essen gehen oder genüsslich mit Freunden eine Shisha-Pfeife rauchen… Wer würde nicht auch gerne wieder diese eigentlich ganz alltäglichen Dinge tun können? Aktuell sind – wie mittlerweile ja eigentlich jeder weiß – diese Dinge leider nicht möglich.

In den vergangenen Wochen und Tagen mussten unsere Kolleginnen und Kollegen vom #A52 (Abschnitt 52, südliches Kreuzberg, Anmerkung der Redaktion) deswegen immer wieder zu ein und derselben Shisha-Bar in #Kreuzberg ausrücken, weil es in der Bar wiederholt zu gravierenden Verstößen gegen die aktuelle Infektionsschutzverordnung kam.

Die Betreiber der Shisha-Bar waren offensichtlich der Meinung, sie müssten die Bar für Shisha-Begeisterte, als Restaurant oder als Friseur-Salon für Publikum weiterhin geöffnet halten. Im Hinblick auf die aktuellen COVID19- Beschränkungen und die festgestellten Ordnungswidrigkeiten zeigten sich die Betreiber und Besucher der Bar extrem uneinsichtig und kündigten an, die sie zu erwartenden Bußgelder nicht zu zahlen.

Nichtsdestotrotz kam es gestern Abend erneut zu einem Einsatz in der besagten Bar. Schon von draußen konnten unsere Kolleg. den Geruch des Shisha-Tabaks und Gespräche im Inneren wahrnehmen. Auf den ersten Blick erstmal nichts Ungewöhnliches – auf den zweiten Blick dann doch: Bei der Begehung der Bar fiel unseren Einsatzkräften neben mehreren Personen aus unterschiedlichen Haushalten auch ein verdächtiger Plastikbeutel auf, der sich in einer offenstehenden Handwerksklappe in der Damentoilette befand. In dem 90-Gramm-Beutel befand sich ganz offensichtlich Kokain.

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Wegen der großen Menge an Drogen stand hier im Raum, dass in der Bar mit Drogen gehandelt wird. Im weiteren Verlauf des Einsatzes konnte eine Verbindung zu einer Wohnung über der Bar hergestellt werden. Deswegen veranlasste die zuständige Staatsanwaltschaft die Durchsuchung von Bar und Wohnung. Neben knapp 10.000 Euro Bargeld wurde außerdem noch - ein Vakuumiergerät, - eine Säge mit Drogenanhaftungen, - eine Feinwaage, - ein Messer, - ein Teleskopschlagstock, - ein GPS-Tracker und ein gestohlenes Mobiltelefon sichergestellt.

Einer der Verdächtigen wurde festgenommen und muss sich nun vor einem Haftrichter verantworten. Unser Rauschgift-LKA ermittelt nun weiter in diesem Fall. Mit im Einsatz war neben den vielen Kolleginnen und Kollegen diesmal auch unser Drogenspürhund „Emi“.“