Mit einem Großaufgebot sucht die Polizei in einem Waldgebiet in Potsdam Foto: imago images (Archivbild)

Am Dienstag wurde eine junge Frau in einem Waldgebiet an der Stahnsdorfer Straße in Potsdam vergewaltigt, teilte die Polizei am Abend mit. „Uns wurde am heutigen Vormittag von einer Passantin mitgeteilt, dass sie eine junge Frau im Waldgebiet angetroffen habe, welche offensichtlich unter Schock stand und angab, gerade vergewaltigt worden zu sein“, so ein Sprecher.

Die Passantin führte die Frau daraufhin aus dem Waldgebiet, wo sie dann umgehend medizinisch betreut und kurz darauf in ein Krankenhaus gebracht wurde. „Die erste, vorläufige Personenbeschreibung des Täters wurde daraufhin an alle Einsatzkräfte weitergegeben und eine großangelegte Täterfahndung im Nahbereich eingeleitet“, so der Sprecher weiter.

Wenige Minuten nach der Erstmeldung eintreffende Polizisten konnten in der Nähe des Tatortes nach Polizeiangaben „einen Mann auf einem Fahrrad feststellen, auf den die Täterbeschreibung sehr genau passte“. Als er die Polizisten sah, floh er vor diesen in den Wald und ließ dabei sein Fahrrad zurück. Die Polizisten verfolgten den dringend Tatverdächtigen weiter und forderten ihn auf, anzuhalten. Der Polizeisprecher: „Hierbei schoss ein Kollege mehrere Warnschüsse in die Luft“. Der Tatverdächtige flüchtete jedoch weiter und konnte entkommen.

Nach ersten Erkenntnissen soll die Frau, eine Potsdamerin, zuvor auf einem Waldweg zwischen Babelsberg und Dreilinden gejoggt sein, als sie dort von dem Täter angesprochen und nach dem Weg gefragt wurde. Kurz darauf soll sie der Täter dann überwältigt und vergewaltigt haben.

Die Polizei in Potsdam wurde bei den Fahndungsmaßnahmen durch Einsatzkräfte aus dem gesamten Land Brandenburg sowie der Bundespolizei und der Berliner Polizei unterstützt. Ein Polizeihubschrauber, eine Drohne sowie mehrere Polizeifährtenhunde und Polizeipferde der Bundespolizei kamen bei der Absuche der möglichen Fluchtwege zum Einsatz.

Diese Suche dauerte am Dienstagabend weiter an, blieb jedoch bisher erfolglos. Ob es Zusammenhänge der Tat mit den zuletzt geschehenen Sexualstraftaten gibt, könne bisher nicht gesagt werden. Dies werde jedoch geprüft.