Am Kaskadenbrunnen am Alexanderplatz wurde eine Männerleiche gefunden. Im blauen Zelt wird ermittelt. Sabine Gudath

Der Schock sitzt immer noch tief. Mitten auf dem Alexanderplatz wird am frühen Freitag-Morgen ein jungen Mann ermordet. Vermutlich mit stumpfen Schlägen ins Gesicht wurde er niedergestreckt. Mit einer abgebrochenen Flasche wird er brutal verletzt. Als er kurz nach 6 Uhr in der Früh gefunden wird, liegt er in einer Blutlache. Reanimationsversuche schlagen fehl. Der Mann stirbt am Tatort. Doch wer ist für den brutalen Mord verantwortlich? Die Polizei hat eine erste Spur. Ein dringend tatverdächtiger Mann wurde  festgenommen.

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Der 22-Jährige wurde am Samstag einem Haftrichter vorgestellt, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Berlin am Sonntag mit. „Wegen des dringenden Tatverdachts wurde U-Haft angeordnet“. Der Mann sei inzwischen in Haft. Weitere Einzelheiten nannten Staatsanwaltschaft und Polizei nicht.

Mord am Alex wurde von Zeugen beobachtet

Nach B.Z.-Informationen soll es sich bei dem vermeintlichen Täter um einen Pakistani handeln. Er soll zuletzt in einer Kreuzberger Flüchtlingsunterkunft gelebt haben. Festgenommen wurde er ganz in der Nähe des Tatortes, nachdem ihm Ermittler der 5. Mordkommission auf die Spur gekommen waren. Es dauerte wohl nur einige Stunden.

Am Alexanderplatz sollten Überwachungskameras ausgewertet werden. Womöglich gaben sie den entscheidenden Impuls. Auch von einem Zeugen, der die Tat beobachtet haben will, war die Rede. Es soll das Verbrechen gesehen haben und konnte den Täter wohl beschreiben. Er behauptete, der Mann habe einen dunkelgrünen Trainingsanzug angehabt. Er soll in der Vergangenheit nahe des Fernsehturms häufiger für Streit gesorgt haben.

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Der Tatort war am Freitag weiträumig abgesperrt worden. Kriminaltechniker stellten unter anderem einen Flaschenhals sicher, der direkt neben dem Tatort lag. Einige Meter weiter sammelten sie weitere Scherben ein.