Tausende Hundewelpen werden jährlich aus Profitgier durch Europa gekarrt und billig verkauft. Foto: Bundespolizei/dpa (Archivbild)

Die Tiere stammen in aller Regel aus Osteuropa, werden online angeboten, unter elenden Umständen nach Deutschland gekarrt und verscherbelt: Am Donnerstag hat die Berliner Polizei eine 24-Jährige verhaftet, die Dutzende Hundewelpen mit gefälschten Papieren verkauft haben soll.

Der Zugriff erfolgte um sechs Uhr morgens in Neu-Hohenschönhausen. Vorangegangen waren umfangreiche Ermittlungen des Dezernats für Betrugsdelikte im LKA Berlin und der Berliner Staatsanwaltschaft. Die Tatverdächtige soll in 30 Fällen auf einem Online-Portal Hundewelpen angeboten haben. Preis: 300 bis 500 Euro. Die vorgelegten Impfpapiere waren gefälscht.

Die Tiere waren laut Generalstaatsanwaltschaft Berlin in so schlechter Verfassung, dass sie nach kurzer Zeit starben oder nur unter erheblichen Kostenaufwand wieder aufgepäppelt werden konnten. Der Zugriff erfolgte zeitgleich auch bei der Mutter der Beschuldigten, einer 49-Jährigen im brandenburgischen Jänschwalde. Die Ermittler sicherten Beweismittel und Bargeld. Die Mutter wurde noch vor Ort entlassen, die Tochter einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete an, dass die Frau unter strengen Auflagen frei kommt.