dpa/Benjamin Nolte (Symbolbild)

Kaum eine Nacht geht in Berlin ohne abgebrannte Fahrzeuge zu Ende. Doch eine Serie, wie sie nun die Polizei meldet, ist auch in der Hauptstadt außergewöhnlich. Autos und Transporter brannten in Tempelhof-Schöneberg, Marzahn-Hellersdorf, Neukölln und Reinickendorf. Verletzte Personen gab es zum Glück nicht.

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Zufällige Häufung oder Brandserie? Bereits am Dienstagnachmittag ging es für die Brandbekämpfer los.  In Lichtenrade bemerkte eine Anwohnerin einen brennenden Pkw in der Kronacher Straße und alarmierte die Feuerwehr. Diese konnte zwar das Feuer löschen, doch der VW Tiguan brannte vollständig aus. Wegen des Verdachts der Brandstiftung hat ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen.

Drei Brände um Mitternacht

Gleich drei Brände mussten um Mitternacht gelöscht werden.  Gegen 23.20 Uhr brannten in der Riesaer Straße in Hellersdorf zwei hintereinander geparkte Transporter jeweils im Motorbereich. Als die von einem Passanten alarmierte Feuerwehr eintraf, griffen die Flammen vom Motorraum des hinteren Ford Transit auf das Heck des davorstehenden Renault Master über. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrtauglich. Auch hier geht die Polizei von Brandstiftung aus. Die Ermittlungen führt ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes.

Kurz darauf alarmierte ein Passant in der Bornsdorfer Straße in Neukölln die Polizei. Einsatzkräfte löschten einen VW Crafter, bei dem das Polster eines Sitzes brannte. Die nachalarmierte Feuerwehr musste nicht mehr eingreifen. Die Brandursache ist bislang unklar. Da eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden konnte, ermittelt auch in diesem Fall ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt.

Schließlich standen ein unbekanntes Fahrzeug und ein VW Polo in der Königshorster Straße im Märkischen Viertel in Flammen. Ein Passant hatte die Feuerwehr gerufen, die den Brand löschen konnte. Beide Fahrzeuge brannten vollständig aus. Das eine Fahrzeug, vermutlich eine Limousine, brannte so ausgedehnt aus, dass kein Fabrikat mehr erkennbar war. Von diesem Fahrzeug hatte das Feuer auf den VW Polo übergegriffen. Die bisherigen Ermittlungen, geführt von einem Brandkommissariat beim Landeskriminalamt, deuten auch hier auf eine vorsätzliche Tat hin.