Impfpässe, wie sie hier in einer Apotheke liegen, werden immer häufiger gefälscht. Foto: dpa/Sven Hoppe

Es ist ja nicht falsch, sich geschäftlich breit aufzustellen. Wenn es denn erlaubt ist. Zwei Drogenhändler erweiterten ihre Tätigkeit jedoch um die Fälschung von Impfpässen und müssen jetzt beide Geschäftszweige aufgeben. Die Polizei erwischte sie.

Beamte des Abschnitts 51 durchsuchten am Mittwochabend auf richterliche Anordnung eine Wohnung in der Simplonstraße (Friedrichshain), in der es gar lieblich nach Marihuana duftete. Sie fanden 19 Kilogramm davon, mehrere hundert Gramm Haschisch, Ecstasy-Pillen, drei Softair-Waffen, über 10.000 Euro in bar – und 23 gefälschte Impfpässe.

Während die Beamten die Wohnung flöhten, erschienen der Mieter (31) und ein weiterer Mann (27) in Begleitung von fünf Personen, die zunächst alle festgesetzt wurden. Die beiden Männer hatten viel Bares dabei und sind jetzt wegen des schweren Drogenhandels mit Waffen und der neuerdings strafbaren „Vorbereitung der Herstellung von unrichtigen Impfausweisen“ verdächtig. Sie werden dem Haftrichter vorgeführt, die fünf anderen Personen konnten gehen. 

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