Beamte einer Einsatzhundertschaft haben einen renitenten Mann vorläufig festgenommen. Foto: BLP

Die Berliner Polizei hat in der Nacht zu Sonnabend erneut Partys in Parks auflösen müssen, da gegen die Corona-Verordnungen verstoßen wurde. So hatten sich unter anderem im James-Simon-Park und im Weinbergspark in Mitte rund 300 Menschen versammelt, die dichtgedrängt zusammen tranken und feierten. „Da der Mindestabstand nicht eingehalten wurde, mussten die Kollegen die Treffen auflösen“, sagte ein Polizeisprecher.

Beamte einer Einsatzhundertschaft suchten zunächst das Gespräch mit den Parkbesuchern, um sie davon zu überzeugen, freiwillig abzuziehen. Doch dabei sei es nach Angaben der Polizei vereinzelt zu Beleidigungen und Widerstand gekommen. „Der Einsatz gestaltete sich sehr zähflüssig. Aus einigen Gruppen heraus wurden Beamte mit Flaschen beworfen. Auch Pyrotechnik wurde entzündet“, erklärte der Sprecher. Dabei wurde ein Polizist leicht verletzt. Einige Personen wurden vorläufig festgenommen.

Einsätze dieser Art sind insbesondere an den Wochenenden mittlerweile Normalität geworden, hieß es. Die Polizei ist dazu angehalten, Party-Hotspots regelmäßig zu kontrollieren. Dazu zählen neben den beiden Parks in Mitte vor allem auch die Hasenheide, der Mauerpark und der Volkspark Friedrichshain. 

Kommende Woche will der Senat neue Kontaktbeschränkungen beschließen (KURIER berichtete). Demnach könnten dann wie in Bayern bei Veranstaltungen nur noch 25 Personen im Innenraum und 50 im Freien erlaubt sein. Bürgermeister Michael Müller will zudem strengere Kontrollen für Feiernde vor Spätis und Bars, aber auch in Parks durchsetzen.