Immer wieder kommt es in Berliner Parks zu illegalen Partys, die Polizei greift fast täglich ein. dpa/Christoph Soeder

Die kühlen Nachttemperaturen haben mehrere Dutzend Feiernde nicht davon abgehalten, in der Nacht zum Freitag im Volksberg am Weinbergsweg die Nacht zum Tag zu machen. Laut Polizeiprotokoll war es 1.30 Uhr in der Früh, als sich Anwohner über den Lärm beschwerten. Die eintreffenden Polizeistreifen trafen auf 30 Personen, die den Park aber nicht freiwillig verlassen wollten. Die Beamten erteilten einen Platzverweis gegen die gesamte Gruppe. Als die rund 20 Polizistinnen und Polizisten die Personen anschließend aus dem Park begleiteten, wurde ein Polizeimeister von einem 21-Jährigen aus der Gruppe heraus weggestoßen.

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Bei der Festnahme des Angreifers solidarisierten sich nun Teile der Personengruppe und versuchten, den Festgenommenen zu befreien. Die Polizei berichtet von weiteren tätlichen Angriffen auf die Einsatzkräfte. Diese nahmen eine 19-Jährige und zwei 21-jährige Männer fest.

Polizist ins Gesicht getreten: Verdacht auf Gehirnerschütterung

Eine Polizeibeamtin und sechs Polizisten wurden bei dem Einsatz verletzt. Drei Einsatzkräfte konnten laut Polizei ihren Dienst nicht mehr fortsetzen. Einer von ihnen musste nach einem Tritt ins Gesicht mit Verdacht auf Gehirnerschütterung im Krankenhaus stationär aufgenommen werden.

Nach Blutentnahmen und erkennungsdienstlichen Maßnahmen wurden alle drei wieder auf freien Fuß gesetzt. Zwei von ihnen hatten bei den freiwillig gestatteten Schnelltests eine Alkoholkonzentration zwischen 1,5 und 1,9 Promille im Atem. Ermittelt wird nun wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs gegen die Polizistin und die Polizisten, des Widerstands, der Beleidigung, der versuchten gemeinschaftlichen Gefangenenbefreiung und des besonders schweren Landfriedensbruchs. Eine Lärmanzeige gab es auch.