Bremerhaven: Einsatzkräfte stehen in der Nähe einer Schule. dpa/Sina Schuldt

Abiturprüfungen stehen auf dem Programm, doch dann fallen Schüsse – Amok-Alarm in Schule! An einem Gymnasium in Bremerhaven sind am Donnerstagvormittag Schüsse abgegeben worden. Eine Frau sei verletzt worden, sagte eine Polizeisprecherin. Die Verletzte kam in eine Klinik. Ob Lebensgefahr bestand, war zunächst unklar. Der Täter wurde nach der Tat festgenommen. Zum Motiv sei noch nichts bekannt, so die Sprecherin.

Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei dem Opfer nicht um eine Schülerin, sondern um eine Beschäftigte der Schule.

Ein Notfallplan der Schule wurde ausgelöst, die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte schlossen sich in den Klassenzimmern ein. Zur Tatzeit hielten sich rund 200 Schüler im Gebäude auf.

Bremerhaven: Täter kam angeblich mit Armbrust ins Gymnasium

Nach Angaben der Sprecherin war ein Täter nach ersten Informationen in die Schule gegangen und hatte dort mit einer Waffe geschossen. Um welche Art von Waffe es sich dabei handelte, war demnach noch unklar. Laut Medienberichten soll der Mann mehrere Schüsse mit einer Armbrust abgegeben haben. Das wurde aber bislang nicht bestätigt.

Einsatzkräfte durchsuchten das Gebäude, um sicherzustellen, dass keine weitere Gefahr bestand. „Die Polizei hat die Lage vor Ort unter Kontrolle“, hieß es in einer Mitteilung am Vormittag. Für Eltern der Schüler wurde eine Telefon-Hotline eingerichtet. Neben Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren auch Seelsorger und Psychologen vor Ort.

Am Morgen hatte die Polizei auf Twitter von einem größeren Polizeieinsatz in Bremerhaven berichtet und die Bevölkerung dazu aufgerufen, den Bürgermeister-Martin-Donandt-Platz und die anliegenden Straßen zu meiden.

Im Kurzbotschaftendienst Twitter warnte die Polizei vor einem größeren Einsatz in der Bremerhavener Innenstadt und bat die Bevölkerung, den Bgm.-Martin-Donandt-Platz und die anliegenden Straßen zu meiden.