Die Polizei hat den Hinterausgang des Möbelhauses abgesperrt. Zwei Beamte unterhalten sich an dem Geldtransporter.  Foto: Morris Pudwell

Sie lauerten mit Schusswaffen am Möbelhaus: Bewaffnete Räuber haben einen Geldtransporter in Berlin-Tempelhof überfallen. Wie die Polizei dem KURIER mitteilte, sollen drei Männer um 9.35 Uhr einem Sicherheitsmitarbeiter am Hinterausgang des Ikea am Sachsendamm aufgelauert haben.

Der 55-jährige Wachmann war gerade auf dem Weg zum Transporter, in dem sein Kollege auf ihn wartete. Die Täter richteten Schusswaffen auf den Angestellten und bedrohten ihn. Dann sollen die Räuber dem Geldboten den Koffer entrissen haben. Darin soll sich ein sechsstelliger Bargeldbetrag befunden haben. Unklar war zunächst, ob dieser mit einer Farbpatrone gesichert war. Schüsse seien nicht gefallen. Der Wachmann blieb unverletzt. Er kam mit dem Schrecken davon, so die Sprecherin.

Als das Räuber-Trio die Geldkassette erbeutet hatte, soll es laut Polizei in einen weißen Audi A8 mit gestohlenen Kennzeichen gestiegen und unerkannt geflüchtet sein, so Polizeisprecherin Anja Dierschke. Der Fluchtwagen rutschte mit durchdrehenden Reifen über eine Grünfläche und verschwand im Großstadtverkehr. 

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Die Polizei schließt nicht aus, dass ein vierter Täter am Steuer des bereitgestellten Fluchtwagens saß. Ein Großaufgebot der Polizei hatte den Bereich rund um den Tatort großräumig abgesperrt, während sich auf der anderen Seite des Möbelhauses hunderte Kunden vor dem Haupteingang tummelten.

Beamte der Kriminalpolizei befragten Zeugen, Kriminaltechniker sicherten stundenlang Beweismittel. Eine groß angelegte Fahndung, bei der auch die Besatzung eines Polizeihubschraubers nach dem Fluchtfahrzeug suchte, blieb jedoch erfolglos.