Michael S. im Gericht. Der 52-Jährige attackierte Schwester und Schwager. Foto: Wagner

Als seine Schwester und ihr Mann schliefen, schlug Michael S. (52) laut Anklage mit einer Axt zu: Acht Monate nach dem beinahe tödlichen Familien Drama in Biesdorf wird ihm der Prozess wegen versuchten Mordes gemacht.

Der Mann, der in Baden Württemberg als Redakteur tätig gewesen sein soll, war zu Besuch bei seiner Mutter. Auch seine Schwester (48) war mit Ehemann (48) angereist. Doch im elterlichen Einfamilienhaus soll es zu einem familiären Disput gekommen sein.

Stich nur knapp am Herz vorbei

Die Nacht zum 29. September. Gegen 3.40 Uhr schlich der große Bruder den Ermittlungen zufolge in das Zimmer von Dagmar G. und ihrem Mann – bewaffnet mit einer Axt und einem Messer. Er habe die Eheleute im Schlaf attackiert – von Heimtücke geht der Staatsanwalt deshalb aus. Erst Schläge in Richtung der Schwester, dann ging er auch auf den Schwager los. „Ich bringe euch um“, habe S. dabei gerufen.

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Trotz erlittener Kopfverletzungen kämpften die Attackierten. Zunächst sei es ihnen auch gelungen, den Angreifer aus dem Zimmer zu drängen. Doch dann habe er ein Messer gezogen, es der Schwester in den Brustkorb gerammt. Knapp am Herz vorbei. Gordon G. versetzte er zwei Stiche in den Bauch. Nur durch Not-Operationen konnten seine Schwester und sein Schwager gerettet werden.

S. gilt als psychisch krank, befindet sich seit der Tat in der Gerichts-Psychiatrie. Am 11. Juni will er vor Gericht aussagen.