Das gerammte Motorrad, der Unfallwagen und Polizisten am Unfallort in Berlin-Marienfelde. Morris Pudwell

Ein gerammtes Motorrad, ein verletzter Motorradfahrer, ein Zivilfahrzeug der Polizei Berlin und jede Menge weitere Polizisten, die den Unfallort absichern und akribisch Spuren sichern. Was geschah in der Nacht zu Dienstag in Marienfelde?

Fakt ist: An der Kreuzung Marienfelder Allee und Friedensfelser Straße in Marienfelde rammte am Abend ein ziviles Polizeifahrzeug eine Cross-Maschine mit einem Kennzeichen aus dem Bereich TF (Teltow-Fäming). Die Zivilstreife war  im Einsatz und fuhr mit Blaulicht und Martinshorn.

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Polizisten stoppen den Flüchtigen, er verletzt sich schwer

Ein Zeuge vor Ort will gesehen haben, dass die Polizisten den Kradfahrer absichtlich gerammt habe. Davon geht nach derzeitigem Stand der Ermittlungen auch die Polizei aus. Laut einer Mitteilung soll dem eine wilde Verfolgungsjagd vorausgegangen sein: „Dabei missachtete der Fahrer mehrere rote Ampeln sowie die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit, nutzte den Bussonderstreifen und fuhr kurz vor der Kreuzung Buckower Chaussee auf dem Gehweg weiter, wo Passanten beiseite springen mussten.“

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„An der Einmündung Friedenfelser Straße soll das verfolgende Einsatzfahrzeug nach Zeugenangaben auf das Motorrad von hinten aufgefahren sein, so dass der Fahrer stürzte“, heißt es in der Mitteilung weiter. Dabei zog sich der 22-Jährige einen Schulterbruch und mehrere Hämatome zu. Ein Rettungswagen brachte ihn zur stationären Behandlung in eine Klinik. Das Krad wurde beschlagnahmt.

Der junge Mann muss sich nun wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens sowie zahlreicher Verkehrsverstöße verantworten. Die Ermittlungen hat ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte übernommen, dabei wird auch der Zusammenstoß zwischen dem Einsatzwagen und dem Motorrad untersucht.