Gefälschte Euro-Banknoten (Symbolbild). dpa/Boris Roessler

Ermittler sind einem bundesweiten Geschäft mit Falschgeld auf der Spur. Nachdem seit Jahresbeginn der Umlauf von gefälschten 20-, 50- sowie 100-Euro-Noten in Berlin stark angestiegen war, ergaben die Ermittlungen Spuren ins Rheinland und nach Süddeutschland. In Berlin wurde nun ein mutmaßlicher Falschgeldhändler vorläufig festgenommen.

Der 26-Jährige wurde durch sogenannte Scheinkäufe überführt und vor fast drei Wochen festgenommen. Er soll sich mindestens 600 gefälschte Geldscheine im vermeintlichen Wert von rund 56.000 Euro verschafft und diese über einen Messengerdienst zum Verkauf angeboten haben. Der Mann befindet sich wieder auf freiem Fuß.

Der Tatverdächtige soll Teil eines bundesweiten Geschäfts mit Falschgeld sein, dem Ermittler in mehreren Bundesländern auf der Spur sind. Nach Ermittlungen der Behörden in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Berlin sowie des Bundeskriminalamtes werden die falschen Banknoten offenbar in einer Fälscherwerkstatt in Köln hergestellt.

Allein in Berlin wurden demnach seit Jahresbeginn gefälschte Geldnoten im Gesamtwert von rund 85.000 Euro beschlagnahmt, davon waren etwa 25.000 Euro tatsächlich in den Zahlungsverkehr gelangt.