Der Autofahrer flüchtete vor der Polizei. Foto: Imago/Rolf Kremming

Ein Autofahrer muss sich in Berlin wegen eines versuchten Mords verantworten. Der Mann war am Sonnabend in Schöneberg auf zwei Polizisten zugerast. Sie mussten zur Seite springen, um nicht von dem Mitsubishi erfasst zu werden. Der Fahrer sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Bisherigen Ermittlungen zufolge wollten die beiden Beamten den 37-jährigen Bulgaren in der Hauptstraße anhalten, weil er vorher zu schnell gefahren war. Der Mann soll die Anhaltezeichen der Beamten jedoch missachtet und auf sie zugerast sein. Die Einsatzkräfte konnten sich nur mit einem Sprung retten, so die Polizei.

Der Mann flüchtete den Angaben zufolge vom Ereignisort und überfuhr auf der Flucht mehrere rote Ampeln. In der Belziger Straße musste dann eine Fußgängerin beim Überqueren der Straße beiseite springen, um nicht von dem Fahrzeug erfasst zu werden.

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Zur Unterstützung der Polizisten herbeigerufene Einsatzkräfte stellten kurze Zeit später den Fahrer in der Schwäbischen Straße Ecke Karl-Schrader-Straße. Bei der Überprüfung des Mannes stellte sich heraus, dass er unter Einfluss von Drogen stand, keinen Führerschein hat und wegen verschiedenen Verkehrsdelikten polizeibekannt ist.

Die weiteren Ermittlungen hat nun die 1. Mordkommission des Landeskriminalamtes übernommen und bittet die ihr bislang nicht bekannte Frau aus der Belziger Straße, sich bei der Polizei zu melden. Auch andere Zeugen der Fahrt des Manns werden gesucht, vorzugsweise, wenn sie Fotos oder Videos von ihr gemacht haben oder selbst in Gefahr geraten waren.