Mit Fotos sucht die Polizei nach diesen beiden Männern.
Mit Fotos sucht die Polizei nach diesen beiden Männern. Polizei Berlin

Immer wieder kommt es in Deutschland zu antisemitischen Attacken. Im schnitt sind es jeden Tag fast zehn. Bei den meisten von ihnen handelt es sich im verbale oder verschriftlichte Verunglimpfungen, Beleidigungen oder sind geschichtsrevisionistische Leugnungen des Holocausts, doch immer wieder kommt es auch zu Handgreiflichkeiten. Ein Fall, der sich im September dieses Jahres in der Berliner Ringbahn zugetragen hat, führt nun zu einer Öffentlichkeitsfahndung der Polizei.

Antisemitischer Angriff in der Ringbahn: Öffentlichkeitsfahndung!

Der Vorfall datiert vom 13. September 2022. Gegen 14.50 Uhr war die Ringbahn S41 gerade zwischen den Bahnhöfen Jungfernheide und Wedding unterwegs, als es zu dem Übergriff kam. Ein bislang unbekannter Tatverdächtiger beleidigte zunächst einen 33 Jahre alten Mann antisemitisch. Als dieser gegen die Beleidigungen das Wort erhob, packte der Angreifer den 33-Jährigen am Arm und schlug ihm mit der Faust gegen den Kopf. Auch ein anderer Mann begann auf den 33-Jähirgen einzuschlagen. 

Erst als ein anderer Fahrgast dazwischenging, ließen die beiden Männer von ihrem Opfer ab. Der 33-Jährige konnte am Bahnhof Wedding die S41 verlassen. Er trug mehrere leichte Verletzungen am Kopf davon. Die beiden Angreifer setzten ihre Fahrt fort.

Seither ermittelt der Staatsschutz wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Volksverhetzung, die Täter ausfindig machen, konnte er aber noch nicht, weshalb die Ermittler entschieden, nun mit Fahndungsfotos der Verdächtigen an die Öffentlichkeit zu gehen, um ihrer so habhaft zu werden. 

Antisemitischer Angriff in Berlin: So sehen die gesuchten Täter aus

Der erste Verdächtige, ist laut Polizei 20 bis 30 Jahre alt und zwischen 1,70 und 1,75 Meter groß. Er trug zum Tatzeitpunkt kurzes schwarzes Haar und einen Vollbart, sowie ein dunkelblaues Shirt mit der Aufschrift „CALIFORNIA“, dazu eine blau-graue Arbeitshose und Arbeitsstiefel. 

Der zweite war etwa 18 bis 20 Jahre alt und zwischen 1,65 und 1,70 Meter groß. Er hatte etwa zehn Zentimeter lange, blonde Haare, trug eine Halskette im „Hip-Hop-Stil“ und eine schwarze Jogginghose. 

Lesen Sie auch: Hat Kontra K mit Drogen gehandelt? Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Berliner Rapper >>

Die Polizei erhofft sich von der Veröffentlichung der Fotos Angaben zur Identität und zum Aufenthaltsort der beiden Verdächtigen. Wenn Sie die Personen auf den Bildern wiedererkennen oder Hinweise zu deren Verbleib machen können, wenden Sie sich an das LKA am Bayernring unter der Telefonnummer 030/4664 953 528 - oder bei jeder anderen Polizeidienststelle.