(Symbolbild) imago 

Irre Amokfahrt durch Berlin und Brandenburg! Nicht weniger als 13 Unfälle hat der Fahrer eines Transporters am Donnerstagabend innerhalb weniger Minuten verursacht. Laut Polizei war der 32-Jährige gegen 17.50 Uhr mit seinem Peugeot-Transporter einem Autofahrer auf der Stadtautobahn A100 aufgefallen, als er in Höhe der Anschlussstellen Detmolder Straße und Konstanzer Straße nacheinander drei Pkw angefahren hat und seine Fahrt fortsetzte.

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Der Zeuge alarmierte die Polizei und folgte dem Transporter, dessen Fahrer, wie später ermittelt wurde, am Kurfürstendamm Ecke Nestorstraße, in der Lewishamstraße, in der Sybelstraße, in der Georg-Wilhelm-Straße, in der Heilbronner Straße, in der Brandenburgischen Ecke Duisburger Straße und in der Auguste-Viktoria-Straße Verkehrsunfälle verursacht haben soll, indem er Fahrzeuge rammte, angefahren hat und zum Teil zur Seite schob.

Smart von hinten gerammt, Fahrerin verletzt

Während der Fahrt soll der Peugeot-Fahrer eine Vielzahl von roten Ampeln überfahren haben. Auf der Clayallee in Höhe der Pücklerstraße soll der 32-Jährige auf seiner Fahrt gegen 18.10 Uhr einen Smart von hinten gerammt haben und erneut geflüchtet sein. Die 53-jährige Fahrerin des Kleinwagens wurde leicht verletzt. Sie klagte über Nackenschmerzen. Eine ärztliche Behandlung erfolgte zunächst nicht.

Gegen 18.15 Uhr fuhr der Flüchtende an der Potsdamer Chaussee bei der Auffahrt zur A115 an der Anschlussstelle Wannsee einen weiteren Wagen an und setzte seine Fahrt in Richtung Brandenburg fort. Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 24, die durch Angaben von Zeuginnen und Zeugen der Fluchtfahrt des Transporter-Fahrers folgen konnten, nahmen den 32-Jährigen auf dem Rastplatz Fläming-West fest.

Massenmörder Breivik als Vorbild genannt

Aufgrund seiner Äußerungen während der Festnahme schließt die Polizei eine politische Tatmotivation für sein Handeln nicht aus. Der Festgenommene wurde einem Fachkommissariat des Polizeilichen Staatsschutzes des Landeskriminalamtes übergeben. Die B.Z. berichtet, der Mann habe den norwegischen Attentäter Anders Breivik als Vorbild genannt. Der hatte vor zehn Jahren aus einer rechtsradikalen Gesinnung heraus 77 Menschen ermordet.

Der Transporter des Mannes, der keinen gültigen Führerschein vorlegen konnte, wurde sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.