Einsatzkräfte der Polizei gehen mit ihren Waffen in der Hand über ein Gelände in Lichtenberg. Mit einer Razzia gehen die Beamten gegen mutmaßliche, international operierende Drogenhändler vor. Foto: dpa/Zinken

Internationalen Drogenfahndern ist in Berlin ein Schlag gegen den organisierten Rauschgifthandelt gelungen. Am Mittwoch haben 400 Einsatzkräfte der Polizei und des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg über 30 Wohnungen und Büros im Stadtgebiet durchsucht. Spezialeinsatzkommandos der Polizei, die GSG9 und die Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll unterstützen die Beamten dabei.

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In den frühen Morgenstunden waren unter anderem Geschäftsräume in Berlin-Lichtenberg gestürmt worden. Dabei wurden mehrere Wohnungen und Büros an der Herzbergstraße, Ecke Siegfriedstraße nahe des großen Asiamarktes durchsucht. Der Markt ist auch als Anlaufstelle für vietnamesische Schleuserbanden bekannt.

Razzia in Berlin: Geld, Handys und Glücksspielautomaten sichergestellt

Beschlagnahmt wurden große Mengen Bargeld, Handys und Glücksspielautomaten. Hintergrund der großangelegten Razzia ist der Schmuggel von mehreren Hundert Kilogramm Rauschgift aus den Niederlanden. Die Bande soll in den vergangenen Jahren synthetische Drogen und Cannabis aus den Niederlanden nach Deutschland geschmuggelt und in Berlin und Bayern verkauft haben. Von einer Menge im mittleren bis oberen dreistelligen Kilogrammbereich war die Rede.

„Da war ein großer, bunter Strauß an Drogen dabei. Also eigentlich alles, was man sich so vorstellen kann“, erklärte Lanninger. Die gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift hatte unter Federführung der Staatsanwaltschaft Aachen drei Jahre lang gegen eine vietnamesische Bande ermittelt. Mit dem Einsatz am heutigen Mittwoch in Berlin soll das Verfahren nun ein Ende finden, so der Sprecher.

Bereits am Vortag war die Polizei mit einem Großaufgebot gegen eine Dealerbande vorgegangen und hatte acht Personen festgenommen. Dieser Einsatz richtete sich allerdings gegen eine deutsche Drogenbande, hieß es.