Foto: Imago/Michael Weber (Symbolbild)

Der Diebstahl von 242 Tablets aus der Willy-Brandt-Schule in Gesundbrunnen hatte Ende Januar berlinweit für Empörung gesorgt. Am Donnerstag teilte die Berliner Polizei mit, dass ein Verdächtiger festgenommen wurde und mittlerweile in Untersuchungshaft sitzt. Die gestohlenen Tablets im Wert von knapp 100.000 Euro konnten allerdings noch nicht gefunden werden.

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Nach Angaben der Polizei wurde der 26-Jährige am Mittwochmorgen an der Carl-Ferdinand-Wiesike-Straße in Brandenburg an der Havel aufgespürt und festgenommen. In enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Berlin durchsuchten Polizisten vier Wohnungen, darunter eine in Berlin und drei in Brandenburg an der Havel. Der Verdächtige wurde anschließend dem Amtsgericht Tiergarten überstellt, wo er einen Haftbefehl bekam. Unklar war zunächst, ob er Komplizen hatte.

Der Fall hatte in Berlin viel Mitgefühl für die Schüler ausgelöst, da sie auf die Technik angewiesen sind. Der Pianist Igor Levit hatte nach dem Diebstahl in den sozialen Medien dazu aufgerufen, der Schule bei der Beschaffung neuer Geräte zu helfen. Levit machte deutlich, dass der oder die Täter den Kindern die Chance genommen haben, digital ihre Zukunft zu gestalten.

Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte sich auf Twitter geäußert: „Was für ein ehrloser erbärmlicher Diebstahl. Die Kinder in dieser Gegend Berlins können sich selbst oft keine brauchbaren Geräte leisten.“ Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hatte daraufhin angekündigt, sich um neue Geräte für die Schüler zu kümmern. Scheeres zeigte sich zudem beeindruckt von der Anteilnahme vieler Berliner.