Szene aus der Parodie zu „Titanic“: Jack Dawson mit Katze Lizzy, besser bekannt als OwlKitty. Youtube

Es gibt unzählige Hunde und Katzen auf der Welt – doch wenige schaffen es, echte Berühmtheiten zu werden. Gerade in Zeiten der sozialen Netzwerke dauert es aber manchmal nicht lange, bis auch aus Vierbeinern Legenden werden. Heute möchte ich Ihnen, liebe Leser, eine Katze vorstellen, die Sie vielleicht kennen sollten: Lizzy. Nie gehört? Vielleicht haben sie sie aber schon einmal gesehen! Denn: Unter dem Namen „OwlKitty“ ist sie seit Jahren ein Internet-Star!

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Denn Lizzys Herrchen hat ein ganz besonderes Hobby: Er schneidet seine schwarze Katze in Kurz-Clips, in denen Hollywoodfilme nacherzählt werden. Hört sich schräg an… und ist vor allem eins: Brüllend komisch!

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Katze „OwlKitty“ ist inzwischen eine echte Internet-Sensation

Erst am Valentinstag gab es ein neues Video aus seiner Werkstatt, ein tierisches Remake des Klassikers „Titanic“. Darin zu sehen unter anderem die berühmte Szene, in der Hauptfigur Jack Dawson seine angebetete Rose nackt zeichnet – nur liegt eben nicht Rose auf dem Sofa, sondern Lizzy, die Jack verliebtem beäugt.

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Es ist nur einer von zahlreichen Auftritten, die Lizzy bereits absolvierte – die Katze spielte auch in Clips zu „Jurassic Park“ und „Pulp Fiction“ mit. Auch von „Dirty Dancing“ gibt es eine eigene „OwlKitty“-Version – zu sehen ist die legendäre Tanz-Szene am Ende des Films. Nur stemmt Patrick Swayze bei der berühmten Hebefigur eben nicht seine Tanzpartnerin in die Höhe, sondern Katze Lizzy. Und bei „Kevin allein zu Haus“ begleitet sie den kleinen Kevin auf Schritt und Tritt – und macht am Ende sogar die bösen Einbrecher fertig.

Ihre Besitzer adoptierten Lizzy, als sie noch ein kleines Kätzchen war. Olivia Boone und Tibo Charropin zogen vor Jahren mit ihrer Katze Juliette von New York nach Portland – und wollten sich, dort angekommen, noch einen zweiten Vierbeiner anschaffen. „Ich fing an, nach einem Kätzchen zu suchen, aber es war Winter und kein Tierheim hatte welche“, erzählte Boone später in einem Interview. Doch sie stießen auf eine Gruppe Tierschützer, die sich um die Adoption von Katzenbabys kümmerte – und damit auch auf Lizzy.

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Doch bis zum Ruhm dauerte es noch etwas. Erst stellten die beiden nur simple Videos der Katzen ins Netz, doch später würden daraus immer professionellere Aufnahmen. Inzwischen hat sich das Paar ein kleines Studio eingerichtet, in dem sie mit allerlei Filmtricks arbeiten können.

So wird Lizzy etwa vor Grünen Wänden aufgenommen, damit sie per „Green Screen“ später vor alle möglichen Hintergründe geschnitten werden kann.

Jeden Film, in dem Lizzy eine Rolle bekommen soll, schauen sich Herrchen und Frauchen mehrmals an – hier gilt es, Szenen zu finden, in denen die Katze später gut platziert werden kann.

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Um Lizzys schauspielerisches Talent zur Entfaltung zu bringen, nutzen die beiden allerlei Spielzeuge. Und manchmal kommt die Inspiration auch vom Stubentiger selbst. „Wir sehen, was die Katzen tun und wie sie sich verhalten“, sagt Charropin. „Zum Beispiel stellen wir fest, dass Katzen immer auf dem Hartholzboden ausrutschen. Dann fragen wir uns: In welchem Film verwenden wir das?“

„OwlKitty“ hat inzwischen knapp zwei Millionen Youtube-Abonnenten

Inzwischen hat Lizzy eine riesige Fangemeinde: Zwei Millionen Abonnenten sehen regelmäßig die tierischen Hollywood-Parodien, knapp eine Million Follower verfolgen ihre Auftritte auf Instagram. Allein mehr als 4,1 Millionen Aufrufe hat das „Titanic“-Video inzwischen, einige davon stammen, ich gestehe, von mir. Denn der Clip trifft mein Komik-Zentrum – wie auch viele andere Auftritte von „OwlKitty“. Wenn Sie mal einen schlechten Tag haben: Schauen Sie rein.

Und was noch besser ist: Die Besitzer machen mit ihren Clips nicht nur vielen Menschen Freude, sondern wollen auch auf wichtige Dinge aufmerksam machen. Etwa auf die Schicksale der Tiere, die in Tierheimen leben – und darauf, wie wichtig es ist, ihnen ein neues Zuhause zu geben.

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„Jede Katze, die wir jemals hatten, war zuerst ein Tierheimkätzchen“, sagte Boone. „Wir möchten auf jeden Fall, dass die Leute wissen, dass jede Katze magisch ist und das Potenzial hat, ein Star zu werden.“ Und dafür hat nicht nur Lizzy, sondern haben auch ihre Besitzer einen Oscar verdient.

Florian Thalmann schreibt jeden Mittwoch im KURIER über Tiere.
Kontakt in die Redaktion: wirvonhier@berlinerverlag.com