Kinder fragen, KURIER antwortet: Warum trinken Astronauten ihr eigenes Pipi? Foto: imago/Panthermedia

Essen und Trinken, wie wir es auf der Erde kennen – das funktioniert im Weltall nicht. Wenn Astronauten auf ihrer Mission unterwegs sind, gibt es keine belegten Brote oder Tassen Kaffee, wie wir sie kennen. Doch was Essen Astronauten dann und warum trinken sie ihr eigenes Pipi?

Das Problem im Weltall ist die Schwerelosigkeit. Besteck, Teller, Tische – alles würde wild herumfliegen und im schlimmsten Fall die teuren Geräte an Bord der Rakete kaputtmachen. Ein Wurstbrot würde in all seinen Einzelteilen durch das Raumschiff fliegen. Das geht natürlich nicht. Deswegen ist das Astronauten-Essen in Tuben und Tüten verpackt. Es wird von den Raumfahrern direkt in den Mund gedrückt.

Im Weltall wurden Kekse gebacken – aber nicht zum Essen

Allerdings gab es auf der Internationalen Raumstation schon einmal den Versuch, Kekse zu backen. Die Schoko-Kekse im ISS-Backofen brauchten aber deutlich länger als auf der Erde: mehr als zwei Stunden. Es duftete wunderbar, fanden die Astronauten. Und durften nicht einmal kosten. Sie mussten die ersten fünf Kekse auf die Erde mitbringen. Dort wurde dann an ihnen geforscht.

Und wie ist das mit dem Trinken? Weil es viel zu teuer wäre, regelmäßig Wasser zur Raumstation zu schicken, müssen Astronauten und Kosmonauten aufbereitetes Wasser trinken – aus recyceltem Urin und Schweiß der Besatzung. Natürlich wird das alles ganz gründliche gefiltert. Aber der Gedanke ist schon eklig, oder? Angeblich soll das Trinkwasser im All aber genauso schmecken wie auf der Erde.

Es gibt noch mehr Kuriositäten im Weltall. Zum Beispiel, dass Astronauten nur alle zwei bis drei Tage eine neue Unterhose anziehen. Auch das hat natürlich mit dem Wasser zu tun. Da jeder Tropfen Wasser im Weltraum kostbar ist, gibt es keine Weltraumwaschmaschine. Jedes Teil kann also nur einmal getragen werden - deshalb ist Sparsamkeit beim Klamottenwechsel Pflicht. Socken, Hosen und T-Shirts werden noch viel länger getragen.

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Das Rätsel der Woche: Wie kommt der Astronaut zur Rakete, ohne den Außerirdischen zu begegnen? Berliner KURIER/ Florian Thalmann
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