Warum sind Faultiere eigentlich sooooo faul? Oder sieht das etwa nur so aus? Fest steht: Faultiere schlafen mehr als 19 Stunden am Tag. Das ist wirklich viel. Denn Kinder in deinem Alter schlafen nur etwa 10 bis 11 Stunden am Tag. Aber warum sind Faultiere eigentliche Schlaf-Weltmeister?

Ihre Nahrung – sie essen am liebsten Blätter von Bäumen – hat nur sehr wenig Energie. Trotzdem braucht es viel Kraft, um dieses Essen zu verdauen. Durch ihre Lebensweise sparen die Faultiere sich die Kraft für die Nahrungsaufnahme.

Denn selbst wenn Faultiere wach sind, sind sie echte Faulpelze. Sie bewegen sich super langsam. In einer Stunde legen sie maximal zwei Meter zurück – das ist weniger als ein Auto lang ist.

Faultiere sind faul und gehen in Zeitlupentempo aufs Klo

Kein Wunder also, dass ihr Fell mit der Zeit Moss ansetzt, wenn es viel und lange regnet. Deshalb sieht es oft aus, als seien Faultiere mit dem Baum, an dem sie hängen, verwachsen. Sie scheinen unsichtbar. Unsichtbar sein, ist auch ein Teil ihrer Überlebensstrategie. Weil sie so langsam sind, schützen sie sich so vor Fress-Feinden in der Natur.

Meist hängen die Faultiere kopfüber am Baum – und das stundenlang. Warum fallen sie dann nicht beim Schlafen herunter? Das liegt an ihrem Körperbau! Ihre Arme sind länger als die Hinterbeine. Es gibt Zweifinger- und Dreifinger-Faultiere. Alle haben gemeinsam, dass an den Fingern lange, gebogene Krallen dran sind. Diese sichelförmigen Klauen verhaken sie so ineinander, dass sie selbst im Tiefschlaf nicht von den Bäumen fallen.

Übrigens: Weil die Verdauung so träge ist, müssen Faultiere auch nicht oft aufs Klo. Sie müssen nur alle ein bis zwei Wochen ihren Baum verlassen, um sich zu erleichtern. Im Zeitlupentempo klettern sie dann auf den Boden und suchen die immer gleiche „Faultiertoilette“ auf.   

Berliner KURIER/ Florian Thalmann

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Buch-Tipp für Erstleser

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