Kartoffelsalat gelingt am besten mit abgekühlten Pellkartoffeln
Kartoffelsalat gelingt am besten mit abgekühlten Pellkartoffeln imago/Shotshop

Liebe Leserin und lieber Leser, ich erwähnte es schon: natürlich gab es in unserer Familie Heiligabend Kartoffelsalat. Das gehört bei uns zu den Feiertagen wie Weihnachtsbaum und Geschenke. Schon in der Kindheit war das Tradition, wohl vor allem dem geschuldet, dass am 24. Dezember bis mittags gearbeitet wurde. Kartoffelsalat ließ sich gut vorbereiten, war preiswert und alle mochten ihn.

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Ich erinnere mich auch an eine Kartoffelsalat-Aktion in der Grundschulzeit unserer Tochter. Wir Eltern beschlossen zum Schulfest Kartoffelsalat beizusteuern. Da standen dann so ungefähr 15 verschiedene Sorten auf den langen Tafeln – und jede schmeckte anders. Die einen hatten Kräuter als dominierende Zutat, andere den Klassiker mit frischer Minze, Erbsen, Brühe, säuerlichen Äpfeln, Feldsalat, Kapern, Speck oder sogar mit Pilzen verfeinert. Spätestens seit diesem Zeitpunkt bin ich ein Fan des Salats mit dem Grundbestandteil Knolle, der bei mir im Rhythmus der Jahreszeiten variiert wird.

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Omas Kartoffelsalat schmeckte immer wieder köstlich
Omas Kartoffelsalat schmeckte immer wieder köstlich imago/panthermedia

Die ersten frischen Radieschen (bitte erst kurz vor dem Servieren zugeben, sonst zieht der Essig die rote Farbe aus der Schale), das erntefrische Gemüse des Sommers und des Herbstes – alles findet im Kartoffelsalat Verwendung. Und natürlich kann man ihn ganz wunderbar vorbereiten.

Der Kartoffelsalat mit Würstchen zu Weihnachten hat eine lange Geschichte. Am 24. Dezember – andere sagen am 25. – endete die Fastenzeit. Im streng katholischen Polen servieren viele Hausfrauen noch heute am Heiligabend vegetarische Gerichte, eins davon ist ein Salat mit Mayonnaise, Gemüse und Kartoffeln.

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Ich achte sehr darauf, gute Kartoffeln zu verwenden und ich habe mich an selbst zubereitete Mayonnaise gewagt, als ich darüber nachdachte, was wohl alles in der industriellen steckt, wenn ein so empfindliches Produkt wochenlang haltbar ist. Es ist ganz einfach: 1 frisches rohes Ei (mit Eiweiß), 100 ml hochwertiges Pflanzenöl, 1 EL mittelscharfer Senf, 1 Spritzer Zitronensaft, 1 Prise Salz, 1 Prise Pfeffer ungefähr 10 Sekunden mixen. Das ist alles!

Würstchen mit Kartoffelsalat  geht immer
Würstchen mit Kartoffelsalat  geht immer imago stock&people

Dieses Jahr zu Weihnachten hatte ich den Klassiker mit frischen Orangen, Sesam, Schwarzkümmel und Schafskäse verfeinert. Mein kleines Geheimnis war eine Prise Zimt. Jedenfalls waren alle begeistert, sodass wohl auch eine Schüssel Kartoffelsalat auf dem Silvester-Büfetttisch stehen wird.

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Und dies ist unser Familienklassiker: mit zartem Matjes, säuerlichen Äpfeln (am besten Boskop), Zwiebeln und frischem Dill. Ein Rezept kann ich nicht aufschreiben, das kommt so aus dem Handgelenk. Erfahrungssache – einfach ausprobieren – der Kartoffelsalat ermuntert zu vielen leckeren Experimenten.

 Nun ermutigt Sie Ihre Sabine Stickforth

KURIER-Autorin Sabine Stickforth schreibt jeden Dienstag über das Leben über 50 in Berlin.
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