KURIER-Autorin Sabine Stickforth schreibt jeden Dienstag über das Leben über 50 in Berlin. Dieses Mal geht es um das Thema Bewegung. Foto: Imago/Shotshop

Liebe Leser und Leserinnen! Kennen Sie das auch – man wacht auf und die Glieder fühlen sich irgendwie steif an! Das erlebe ich jeden Morgen, wenn mich meine Labradorhündin Nala weckt. Liebevoll legt sie ihren Kopf auf mein Laken, stupst mich ganz sanft, reckt und streckt sich. Nalas Aufforderung, es ihr gleich zu tun.

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Wer im best age ist – also so ab fünfzig Jahren aufwärts, der kann bei diesem Thema sicher mitreden, denn die Symptome sind nicht ungewöhnlich und kein Grund zur Sorge. Man muss sich nur bewegen, bewegen, bewegen. Recken, strecken, Dehnübungen und rasch springt man. Naja, nicht mehr wie ein junges Reh- aber flott, aus dem Bett. Übrigens: Auch eine heiße Dusche hilft hervorragend.

Um weiterhin fit, jung und elastisch zu bleiben, muss man nicht gleich zum Sportfreak werden oder regelmäßig im Fitnessstudio schwitzen. Kleine einfache Übungen, täglich eine Viertelstunde in den Alltag eingebaut,  bewirken wahre Wunder. Sie fühlen sich bereits stabil und beweglich? Dann versuchen Sie doch auf einem Bein stehend mit beiden Händen eine Socke an den anderen Fuß zu ziehen! Ist es gelungen? Super, herzlichen Glückwunsch. Für alle anderen: Hier kommen einige Beweglichkeits-Übungen, für die es keine Ausrede gibt, man kann alles wunderbar zuhause absolvieren.

Mit diesen leichten Übungen bringen Sie den Körper in Schwung

Die Arme ganz weit nach oben recken und mit den Fingern die Wolken zupfen. Auch mal zur linken und zur rechten Seite dehnen. Anschließend ganz langsam die Hände Richtung Boden bringen. Aufrichten und die Schultern einige Male nach hinten und nach vorne rollen. Für den Lendenbereich das Becken kreisen, auch mal diagonal. Für die Fußgelenke stützt man sich von hinten auf eine Stuhllehne und hebt die Fersen so hoch es geht, danach wieder absenken. Jeden Fuß am Fußgelenk drehen, in beide Richtungen so gut es geht. Bein- und Bauchmuskeln werden angeregt, in dem man auf dem Rücken liegend in der Luft Fahrrad fährt.

Wichtig: Bei allen Übungen tief und ruhig ein- und ausatmen! Und dass man nicht für jede kleine Besorgung das Auto in Bewegung setzt, sollte ebenso selbstverständlich sein, wie der tägliche Spaziergang. Haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, vielleicht für mich und die Generation Plus noch weitere Vorschläge? Das wäre super. Ich würde zwar vor Freude keinen Purzelbaum schlagen, aber die Sache mit der Socke auf einem Bein, die könnte ich glatt noch einmal versuchen!

Ihre Sabine Stickforth

Sabine Stickforth schreibt jeden Dienstag im KURIER über das Leben über 50 in Berlin.
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