In Weissensee darf schon wieder geplanscht werden. Foto: Berliner KURIER/Andreas Klug

Im Corona-Sommer 2020 fahren viele Familien nicht in den Urlaub. Planschen und Wasserspielplätze sind für Kinder deshalb ein noch begehrteres Ausflugsziel als sonst. Doch Eltern fühlen sich verunsichert: In manchen Bezirken sind die Planschen geöffnet, in anderen nicht. Die Frage ist, was das über mögliche Risiken aussagt.

Die fünf Planschen in Pankow dürfen schon wieder genutzt werden. Am Weißen See, auf dem Falkplatz, im Einsteinpark, im Ernst-Thälmann-Park und im Bürgerpark tummeln sich die Kinder. „Wir orientieren uns hinsichtlich der corona-bedingten Einschränkungen an Vorgaben aus der Senatsverwaltung“, heißt es dazu aus dem Büro von Vollrad Kuhn (Grüne), Stadtrat für Stadtentwicklung. Da es von Landesebene bislang keine Vorschriften zur Nutzung von Planschen gebe, seien sie in Pankow in Betrieb genommen worden.

Auch Charlottenburg-Wilmersdorf hat seine Planschen bereits freigegeben. Seit Mitte Juni können sie wieder genutzt werden. Stadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) zufolge „steht dem Wasservergnügen und der willkommenen Abkühlung auf den Spielplätzen nichts mehr im Weg“. Der Spielbrunnen am Stuttgarter Platz etwa biete zur Erfrischung zehn kreisförmig angeordnete Stahldüsen, aus denen das Wasser auf eine gepflasterte Fläche plätschert. Gleichwohl sei es wichtig, dass Eltern und Kinder weiterhin die Hygiene- und Abstandsregeln beachten.

Planschen in Mitte bleiben geschlossen

Einen anderen Weg geht der Bezirk Mitte. Stadträtin Sabine Weißler (Grüne) teilt mit, dass Wasserspielplätze und Planschen aufgrund der Vorgaben des Gesundheitsamts noch nicht geöffnet werden könnten. Das Problem sei, dass die Planschen im Bezirk nicht über eine „konventionelle Aufbereitung“ zur Chlorung des Wassers verfügen. Von Planschen aber, die nicht gechlort werden können, gehe grundsätzlich ein höheres Infektionsrisiko aus. Deshalb habe man sich, so Weißler, gegen die Inbetriebnahme entschieden.

Doch auch in Pankow, wo die Planschen geöffnet sind, wird der Schutz der Kinder großgeschrieben. Das Grünflächenamt hat das Gesundheitsamt noch einmal um eine Prüfung zum Planschen-Betrieb gebeten, teilt Gesundheitsstadtrat Torsten Kühne (CDU) mit. Grundsätzlich weist er darauf hin, dass die Anlagen in Pankow mit Trinkwasser betrieben würden, weshalb keine Chlorung nötig sei.

Mit Blick auf Corona erwartet Kühne keine erhöhte Gefährdung, etwa durch Schmierinfektion. Prüfenswert seien aber eventuell vorhandene Sprühnebel mit sehr kleiner Tröpfchenbildung. Das schaue man sich nun noch einmal an. 

An diesem Wochenende öffnen die Berliner Bäder-Betriebe das Kindersommerbad Platsch in Marzahn. Die Betriebsgenehmigung sei erteilt worden, heißt es in einer Mitteilung. Kunden können sich auf der Website der Bäder-Betriebe über die Corona-Vorschriften informieren: www.berlinerbaeder.de