Von kommenden Montag an dürfen Friseurinnen und Friseure ihre Salons wieder öffnen - aber mit einigen Einschränkungen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

Waschen, schneiden, föhnen: Das ist ab dem 4. Mai möglich. Nach wochenlanger Schließung dürfen Friseure wieder Kunden bedienen. Auch an anderer Stelle werden die Regeln gelockert. Ein Überblick.

Friseure: Friseurinnen und Friseure dürfen ihre Salons wieder öffnen - aber mit einigen Einschränkungen. Trockenhaarschnitte sind vorerst tabu, auch gesichtsnahe Dienstleistungen wie Wimpernfärben, Rasieren oder Bartpflege müssen ausfallen. Da sich der Mindestabstand von 1,50 Meter beim Schneiden nicht einhalten lässt, sollen sowohl Kunden als auch Friseure einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Kleinere Demonstrationen: Bis zu 50 Menschen dürfen an Kundgebungen teilnehmen, solange sie die Abstands- und Hygieneregeln einhalten.

Nahverkehr: Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) kehren in einem letzten von mehreren Schritten wieder komplett zum Regelfahrplan zurück. Aufgrund des coronabedingten Fahrgastrückgangs hatte die BVG ihren U-Bahn-Takt im März von fünf auf zehn Minuten umgestellt.

Gottesdienste: 50 Teilnehmer dürfen wieder gemeinsam in Gotteshäusern feiern - Gebetsvorstehende oder musikalische Leiter sind von der maximalen Teilnehmerzahl ausgenommen. Während der Veranstaltung dürfen keine Gegenstände zwischen den Gläubigen herumgereicht werden.

Museen:  Die gut 170 staatlichen, städtischen und privaten Museen Berlins dürfen ab diesem Datum theoretisch wieder öffnen. Bislang haben aber vor allem private Ausstellungsräume wie das Asisi-Panorama «Die Mauer» (4.5.) oder das Palais Populaire mit einer Christo/Jeanne-Claude-Ausstellung (6.5.) ihre Öffnung angekündigt. Wann etwa die Häuser auf der bekannten Museumsinsel wieder öffnen werden, hat der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, bislang offen gelassen.

Bibliotheken: Die Staatsbibliothek und andere wissenschaftliche Bibliotheken beginnen wieder ihren Ausleihbetrieb. Die Einrichtungen aller Bezirke sowie die Zentral- und Landesbibliothek Berlin wollen ihre Medien ab dem 11. Mai wieder zum Verleih bereithalten.

Ausschüsse:  Im Abgeordnetenhaus tagen wieder alle Fachausschüsse - aber mit Abstand und Schutzmaßnahmen. Bislang durften sich nur die Mitglieder des Innen-, Gesundheits- und Hauptausschuss weiter beraten. Zum ersten Mal seit Wochen kommt am Montag etwa der Ausschuss für Bürgerschaftliches Engagement zusammen.

Schulen: Nach den Abiturienten (20.4.) und den Zehntklässlern (27.4.) starten nun auch die elften Klassen an Gymnasien, die neunten und zwölften Klassen an den Integrierten Sekundarschulen (ISS) sowie die sechsten Klassen an den Grundschulen wieder mit dem Unterricht. Insgesamt lernt damit rund ein Viertel der Berliner Schüler wieder an den Schulen. (dpa)