Zurzeit steht das Ufo auf einem alten Kahn, wartet auf den Abflug in den Spreepark. Foto: Ralf Drescher

Dieses Ufo kennt fast jeder, der im Osten Berlins aufwuchs. Das Futuro-13-Haus des finnischen Architekten Matti Suuronen, das zu DDR-Zeiten eine der Attraktionen im Kulturpark Plänterwald (heute Spreepark) war. Nach einem Standortwechsel soll die „fliegende Untertasse“ nun dort wieder landen.

Zur Zeit thront das 4,5 Tonnen schwere Kunststoffhaus auf dem historischen Schubkahn „Marie“ am Treptower Spreeufer gegenüber der Insel der Jugend. Dort wartet das Ufo auf seinen „Abflug“ zu seiner einstigen Wirkungsstätte. Die DDR hatte es einst in Finnland für den Kulturpark gekauft. Von Futuro 13 aus wurde die Vergnügungsstätte mit Musik beschallt und Suchmeldungen nach verloren gegangenen Kindern durchgegeben.

Cora Geißler rettete das Kulthaus

Dass es das Ufo noch gibt, ist der Außenrequisiteurin Cora Geißler (40) zu verdanken, die das futuristische Objekt vor dem Niedergang rettete. Sie erwarb Anfang der 2000er-Jahre das fast schrottreife Haus aus der Insolvenzmasse des Spreeparks, ließ es auf das einstige Funkhausgelände an der Nalepastraße bringen. Mit Architekten und Tischlern ist sie dabei, das Ufo zu restaurieren.  So wurde die Außenhaut, die aus einem glasfaserverstärktem Kunststoff besteht, wieder auf Vordermann gebracht, berichtet Geißler. Inzwischen diente das Haus bereits als Filmkulisse. Das ZDF drehte dort die Kinderserie „Terra Max“.

Cora Geißler erwarb das Futuro-13-Haus. Foto: Ralf Drescher

Nun muss Geißler aber einen neuen Standort für das Ufo finden. „Der Eigentümer des Funkhausgeländes verfolgt neue Pläne“, sagt sie. Dort passe das Ufo offenbar nicht hinein. Daher wurde das vier Meter hohe Kunststoffhaus am Wochenende auf den Schubkahn verladen. Geißler bat Bezirk und Senat um Hilfe. Der Vorschlag: Das Ufo-Haus könnte wieder auf das Spreepark-Gelände zurück.

Am Mittwoch wird darüber mit dem Parkbesitzer, der landeseigenen Grün Berlin GmbH, gesprochen. Rückendeckung kommt vom Bezirksbürgermeister, Oliver Igel (SPD). Er zeigt sich optimistisch. „Ich bin sicher, dass das Ufo im Spreepark wieder stehen wird“, sagt Igel dem KURIER. Was dort mit dem Haus passieren soll? Geißler hat da so eine Idee: „Ein Radiosender könnte darin Sendungen aus dem Spreepark machen.“