SED-Forscher sollen den Thälmann-Koloss in Prenzlauer Berg mit einer „historisch- kritischen Kommentierung“ versehen. Foto: Imago Images/Ritter

Wie geht man um mit einem Riesen-Überbleibsel der SED-Diktatur im Stadtbild? In Sachen Thälmann-Denkmal war man sich in Prenzlauer Berg lange uneins. Nun scheint der Streit beigelegt. Das Thälmann-Denkmal an der Greifswalder Straße mithilfe eines Kunstwerks kommentieren? Keine gute Idee, fanden viele Mitglieder der Pankower BVV. Die Pläne des Bezirksamts hatten einen leidenschaftlichen Streit in der rot-rot-grünen Zählgemeinschaft entfacht.

Nun gibt es einen neuen Vorschlag: Ein Expertengremium aus drei Historikern soll parallel zur künstlerischen Kommentierung dafür sorgen, dass das Thälmann-Denkmal mit einer historisch-kritischen Kommentierung versehen wird. Mitglieder der Arbeitsgruppe könnten aus der Behörde des Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Bundesstiftung Aufarbeitung oder dem Forschungsverbund SED-Staat an der FU kommen. Den entsprechenden Antrag des Kulturausschusses hat die BVV am Mittwoch beschlossen.