Eine Baumkrone stürzte in der Neuköllner Richardstraße auf drei geparkte Autos. Foto: Morris Pudwell

Sturmtief „Kirsten“ hat Berlin größtenteils verschont. Dennoch haben Windböen in einigen Teilen der Stadt für Schäden gesorgt. In Neukölln knickte ein Baum um wie ein Streichholz. Mehrere Fahrzeuge wurden beschädigt. 

Riesige Äste krachten in der Nacht zu Donnerstag gegen 1.30 Uhr an einem Gehweg in der Richardstraße auf drei geparkte Autos. „Zum Glück waren um diese Zeit keine Fußgänger unterwegs, sonst hätte es vermutlich Verletzte gegeben“, sagt Feuerwehrsprecher Dominik Pretz. Zehn alarmierte Feuerwehrleute trugen die Äste ab. Der umgestürzte Baum war einer der wenigen größeren Schäden, die der Sturm verursachte. 

Die Feuerwehr räumt die Gefahrenstelle. Einige Äste stürzten auch auf den Gehweg. Foto: Morris Pudwell

„Wir sind froh, dass es so glimpflich ablief. Gerade, weil der Wetterdienst uns vor starken Sturmböen gewarnt hatte“, erklärt Pretz. Es habe zwar ordentlich gestürmt, aber die wetterbedingten Einsätze blieben nach Angaben des Feuerwehrsprechers im „Normalbereich“. Es waren nie mehr als fünf Einsätze, die zur gleichen Zeit abgearbeitet werden mussten. 

Da auch am Donnerstag noch vereinzelt starke Windböen durch Berlin fegten, warnt das Straßen- und Grünflächenamt Mitte vor dem Betreten von Parks. Insbesondere abseits der offiziellen Wege könnten abgebrochene Äste oder gespaltene Kronen ausbrechen und zu schweren Verletzungen führen. Mitarbeiter des Amtes sind deshalb dabei, vor allem Hauptwege auf mögliche Gefahren zu kontrollieren. Danach sollen die Nebenwege folgen. Das könne einige Tage dauern.