Der wolkenlose Himmel lockt viele Menschen dazu, sich an der frischen Luft zu bewegen. US-Wissenschaftler vermuten, dass dies die Ausbreitung des Coronavirus stoppen könnte. Foto: Bernd Thissen/dpa

Wenn sich diese Nachricht bewahrheitet, verheißen die Wetteraussichten für die kommenden Tage eine Entspannung an der Corona-Front: Wissenschaftler der US-Regierung wollen nämlich in einem Experiment beobachtet haben, dass das Coronavirus unter Einwirkung von UV-Strahlen rasch abstirbt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) beobachtet in diesen Tagen für unsere Region eine bereits erhöhte UV-Belastung, Richtung Südwest, wo derzeit viele Corona-Fälle verzeichnet sind, sogar eine hohe UV-Belastung.

Und so wird es sich auch Richtung Mai zunächst fortentwickeln, so Wetterexperte Dominik Jung (wetter.net): Bereits jetzt geht der Diplom-Meteorologe von einem sommerlichen Monatswechsel mit Höchstwerten von 25 Grad, örtlich sogar 30 Grad aus.

Für den heutigen Freitag erwarten die Meteorologen nach wolkigem Beginn einen heiteren Nachmittag mit Höchstwerten in unserer Region von bis zu 24 Grad. Allerdings könnte der Wind in der Prignitz und im Havelland böig auffrischen. Die Nacht bleibt mit Tiefstwerten von sechs Grad verhältnismäßig mild.

Kaltfront drosselt Wochenend-Temperaturen herunter

Am Wochenende dimmt eine schwache Kaltfront allerdings die Temperaturen in unserer Region herunter: Höchstwerte von nur noch 14 bis 17 Grad am Samstag laden aber immer noch zu Spaziergängen und Sport an der frischen Luft ein. Es bleibt trocken und heiter bis wolkig.

Am Sonntag kämpft sich das Thermometer ortsweise wieder an die 20-Grad-Marke heran, und in der neuen Woche könnten die Temperaturen bald Sommerniveau erreichen. Allerdings sieht Wetterexperte Jung ab Dienstag lokal Schauer oder teils kräftige Gewitter heraufziehen. Mehr noch: Binnen kurze Zeit könnten heftige Regensummen zusammenkommen: „Sturzregen sind möglich“, warnt Jung.

Starkregen könnte angeschlagene Natur schädigen

Regen – darauf warten wir ja eigentlich seit Wochen. Aber leider bieten die zu erwartenden Niederschläge auch keine Abhilfe gegen die Dürre, denn der Regen geht nur extrem punktuell ab: An einem Ort schüttet es wie aus Eimern, gleich nebenan fällt kein Tropfen. Die Niederschläge, erklärt Jung, schädigen zudem oft das Erdreich mehr, als dass sie helfen: „Der Starkregen knallt auf den betonharten trockenen Boden auf und fließt schnell wieder ab.“

In Punkto Niederschläge sieht es weiterhin zappenduster aus: Wetterexperte Jung rechnet mit dem zweitrockensten oder sogar dem trockensten April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881! Auch in Sachen Sonnenschein liege der April 2020 rekordverdächtig weit vorne: „Bisher gab es 240 Sonnenstunden. Das sind 155 Prozent vom Klimamittel des Aprils, also schon jetzt 55 Prozent mehr als normal ein ganzer Monat April bringt.“

Es ist aber noch nicht ausgemacht, ob es Richtung Mai tatsächlich so weitergeht: Die Wetterlage werde zunehmend labil: „Nächste Woche könnte dann endlich mal wieder etwas Schwung in die Wetterküche kommen.“ Ergiebiger Landregen wäre für die ausgetrocknete Vegetation ein Segen, aber Hoffnung darauf sollten wir nicht machen, so Jung.