Die ersten Arbeiten an den Folien-Tunneln haben begonnen. Ende März könnte in Brandenburg der erste Spargel gestochen werden.  Foto: dpa 

Die Meldung kommt gefühlt vier Wochen zu früh: Die Brandenburger Spargelbauern bereiten sich angesichts der milden Temperaturen auf die Ernte vor. Frühestens zum 21. März könnten erste Stangen gestochen werden, sagte Jürgen Jakobs, Vorsitzender des Beelitzer Spargelvereins, auf eine Anfrage der dpa. „Vorausgesetzt das Wetter spielt weiter mit, und es bleibt mild.“

Derzeit herrschten in den Dämmen unter den Spargel-Folien Temperaturen um 5 bis 6 Grad, sagte Jakobs. Wenn die Werte auf 12 bis 13 Grad steigen, beginnt der Spargel regelrecht zu „schießen. Nach jetzigen Planungen soll die Beelitzer Spargelsaison offiziell am 7. April in Schäpe eröffnet werden. „Wenn das Wetter weiter mitspielt, kann die Eröffnung vielleicht schon eine Woche früher gefeiert werden“, meinte Jakobs. „Wir sind da flexibel.“ Zu Ostern werde es auf jeden Fall Beelitzer Spargel geben. Der milde und nasse Februar kommt aber nicht nur dem Spargelwachstum zugute.

Regen im Februar ein Segen für den Spargel

Generell profitiert die Natur von den derzeitigen Bedingungen. Nach der Trockenheit im Sommer sind die Niederschläge im Februar „ein Segen“, sagt Derk Ehlert, Umweltexperte des Berliner Senats. „Das ist bares Geld, was vom Himmel fällt.“ Denn die Speicher sind noch lange nicht wieder voll, so Ehlert weiter. Dazu war der Januar zu trocken. Dennoch sei der Boden in der Region immerhin wieder bis zu einem Meter Tiefe durchnässt.   Die Feinwurzeln von Pflanzen und Bäumen befinden sich in etwa anderthalb Metern Tiefe, sie kommen nun wieder an Wasser. Auch das etwas tiefer liegende Schichtenwasser in bis zu zwei Metern Tiefe erholt sich durch den Regen. Die Pflanzen, die jetzt schon erste Blüten zeigen, sind laut Ehlert übrigens häufig asiatische Arten, aus alpinen Bereichen: Winterjasmin, Kornelkirsche, Japanische Zierkirschen. „Es ist völlig normal, dass diese Schmuckgehölze jetzt blühen. Die echte Blüte kommt später, sagte Ehlert. Heimische Arten ließen sich nicht so schnell überrumpeln.