Grüne Innenhöfe sollen das neue Quartier prägen. Hochhäuser markieren die Eckpunkte. Foto: Chipperfield

Er entwarf die James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel, sanierte das Neue Museum und plante das extravagante Galeriehaus Bastian in Mitte. Jetzt macht der britische Star-Architekt David Chipperfield mal ganz was anderes: Nach seinen Plänen entsteht auf einem Teil-Areal der Knorr-Bremse ein Wohn- und Gewerbegebiet mit 50 Prozent Sozialwohnungen.

„Wir verstehen uns als Architekten, die alles machen, was den Menschen dient“, sagt Architekt Christoph Felger aus dem Büro Chipperfield bei der Vorstellung der Pläne. Danach sollen auf einer rund neun Hektar großen Fläche unweit des S-Bahnhofs Marzahn 90.000 Quadratmeter Gewerbeflächen und 1430 Wohnungen entstehen – darunter 370 Studenten-Apartments. Vorgesehen sind mehrere Gebäudeblöcke sowie drei 66, 76 und 146 Meter hohe Hochhäuser.

Chipperfields Büros hat sich mit seinem Entwurf in einem Wettbewerb mit anschließendem Gutachterverfahren als Sieger durchgesetzt. Der Projektentwickler Laborgh errichtet das Stadtviertel für rund 350 Millionen Euro. Die landeseigene Howoge übernimmt die Wohnungen schlüsselfertig von Laborgh. Noch in dieser Legislaturperiode soll der Bau der Gewerbeflächen gestartet werden. Die ersten Wohnungen sollen von 2022 bis 2024 entstehen. Die Fertigstellung des Quartiers ist 2027 geplant.