Sperrmüll in Reinickendorf Foto: imago images / Jügen Ritter

Die Klage über das dreckige Berlin soll endlich ein Ende finden. Der Senat – sollte er am Dienstag trotz Corona zusammentreten – wird sich über Pläne von Betriebe Senatorin Ramona Pop (Grüne) beugen, wie das Problem gelöst werden soll. Pop hat in einem Bericht aufgelistet, was geschehen soll und was schon passiert ist.

Es ist ein Strauß von Maßnahmen, der auch auf Forderungen des Abgeordnetenhauses zurückgeht. Eine Auswahl:

Es geht damit los, dass mit Eröffnung des neuen BSR-Recycling-Zentrums Gradestraße (Britz) der Recycling-Hof dort sechs Tage die Woche je zwölf Stunden offen sein soll. Abhängig von den Erfahrungen dort sollen die anderen Höfe folgen.

Hinweise von BSR-Leuten und aus der Bevölkerung, wo Papierkörbe (jetzt rund 23500) fehlen, sollen in weitere Abfallbehälter münden.

Schrittweise soll entlang der Stadtbahn zwischen Ost- und Westkreuz sowie der U-Bahn Linie 2 ein System installiert werden, bei dem Fahrgäste Mehrweg-Kaffeebecher in Automaten loswerden können. Das soll eine Erweiterung des Pfandsystems sein, das bereits in über 1000 Cafés der Stadt angeboten wird. Hintergrund ist, dass schätzungsweise 170 Millionen To-Go-Becher pro Jahr in Berlin im Müll landen.

Die BSR soll 2020 ein Gebrauchtwaren-Kaufhaus in Reinickendorf eröffnen, bis zu drei sollen folgen. Damit soll erreicht werden, dass weniger Sperrmüll anfällt. 2019 hatte die BSR 33.000 Kubikmeter abgefahren, 1000 mehr als 2018.

Bereits im August 2019 wurde die Dienstzeit der Ordnungsämter verlängert, sie dauert jetzt von 6 bis 24 Uhr. Damit soll die Flut illegaler Müllablagerungen eingedämmt werden. 2019 wurden 93.250 bekannt, 2018 waren es noch 87.000.