Ein Kran hebt einen Waggon des verunglückten S-Bahnzugs an. Foto: Eric Richard

Nach der Entgleisung einer S-Bahn am Bahnhof Lichtenberg (KURIER berichtete) bleibt der Streckenabschnitt gesperrt. Schäden an der Weiche und den Stromschienen müssten repariert werden, damit die Strecke am Montag wieder regulär in Betrieb genommen werden könne, sagte ein Sprecher der S-Bahn Berlin am Freitag.

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Die Einschränkungen betreffen einer Mitteilung der S-Bahn zufolge die S5, S75 und S7. Züge der S-Bahn-Linie S5 fahren nur zwischen Mahlsdorf und Wuhletal sowie zwischen Ostbahnhof und Westkreuz. Fahrgäste werden deshalb gebeten, zur Umfahrung auf die U-Bahnlinie U5 auszuweichen. Zwischen Wuhletal und Biesdorf bestehe Ersatzverkehr mit Bussen. Die Linie S75 fährt nur im 20-Minuten-Takt zwischen Wartenberg und Lichtenberg. Auf der Linie S7 kann ein 10-Minuten-Takt zwischen Ostkreuz und Potsdam angeboten werden.

Umfahrung mit der U5 oder Ersatzverkehr mit Bussen

Bei dem Unfall am Mittwochabend waren alle 15 Fahrgäste unverletzt geblieben. Der letzte Waggon des Zugs der Linie S75 war bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Lichtenberg aus den Schienen gesprungen und seitlich weggekippt. Eine Stromschiene bohrte sich durch den Boden des Fahrgastraums und die Scheibe des leeren hinteren Führerstands des letzten Wagens.

Die Bundespolizei schließt einen Unfall nicht aus, aber auch wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr werde ermittelt.