Die neu eröffneten Intensivstation des Vivantes Humboldt-Klinikum im Stadtteil Reinickendorf. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Bislang haben in Berlin 105 Corona-Patienten die heimtückische Lungenkrankheit nicht überlebt. Gerade für die kommunalen Krankenhäuser ist der Kampf gegen Corona besonders hart und aufopferungsvoll. Neben der Charité kümmern sich 16 weitere Kliniken in der Stadt um Covid-19-Patienten mit schweren Symptomen. Dazu zählen auch fünf Häuser der landeseigenen Vivantes-Kliniken. Wie Vivantes jetzt bestätigt, sind 48 Menschen in Ihren Häusern verstorben. Das ist fast die Hälfte aller Verstorbenen in Berlin

Wie der Konzern weiter mitteilt, wurden  im Humboldt-Klinikum in Reinickendorf bisher besonders viele  Covid-19-Patienten behandelt. Ein Pflegeheim, in dem sich das Virus ausgebereitet hatte, liegt gleich um die Ecke. Und so kam es im Humboldt-Klinikum zu besonders vielen Todesfällen: 19 Menschen haben dort das Virus nicht überlebt. "Zu den Übertragungen des Virus  kam es auf Stationen der Kliniken für Gastroenterologie und Psychiatrie", erklärt eine Sprecherin. In der Psychiatrie gab es einen Aufnahmestopp, der inzwischen aufgehoben wurde. Zudem hatten sich vier Mitarbeiter infiziert.

Das Humboldt-Klinikum versorgt derzeit 39 Patienten mit Covid-19, teilt die Klinik weiter mit. Diese Patienten hätten sich nicht in der Klinik angesteckt