Ein kleiner Laden in Berlin bietet im Schaufenster "Kleinigkeiten für zu Hause" an und bedankt sich mit den Worten "Danke für die Unterstützung" bei den Kunden des Abholservices. Foto: dpa/Britta Pedersen

Die Corona-Krise trifft viele Kiezläden hart: Die Umsätze brechen ein, weil die Kunden wegbleiben. Doch so klug es ist, sich an die Kontaktsperre zu halten, so wichtig ist es auch, die kleinen Läden zu retten. Dazu soll die Corona-Aktion „Kauf lokal“ einen Beitrag leisten.  

Es gibt immer Einkäufe, auf die man nicht verzichten kann. Dann ist es gut, sein Geld dort auszugeben, wo es gebraucht wird. In kleinen Geschäften, die sonst nicht mehr lange durchhalten. Das weiß man auch im Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, wo die Idee zu der Aktion entstand. Unter dem Hashtag #kauflokalts soll auf Instagram eine Übersicht unterstützenswerter Läden entstehen. Jeder kann sein Lieblingsgeschäft empfehlen.

Suche nach neuen, kreativen Angeboten

So funktioniert es: Kunden und übrigens auch die Inhaber sind aufgerufen, unter dem genannten Hashtag kurze Laden-Porträts auf Instagram zu schreiben. Besonders soll es um kreative Angebote gehen, die erst als Reaktion auf die Corona-Krise entstanden sind. Etwa, wenn Läden, die bisher keinen Lieferservice hatten, jetzt Waren zu Kunden nach Hause bringen.

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Alle Beiträge werden dann auf der offiziellen Instagram-Seite des Bezirksamts im Internet geteilt. Und womöglich finden sich auch noch andere Berliner Bezirke, die sich der Läden-Rettung anschließen.

Gesundheit geht vor Umsatz

„Natürlich geht Sicherheit und Gesundheit vor“, betont Angelika Schöttler (SPD), Bürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg. Die Aktion, die gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung gestartet wurde, solle nicht dazu führen, dass mehr Leute zum Shoppen rausgehen. Und natürlich gelten auch in kleinen Kiezläden die Corona-Abstandsregeln. „Wir wollen nur darauf aufmerksam machen, dass, wenn Einkäufe getätigt werden müssen, die lokalen Geschäfte nicht vergessen werden“, so die Bürgermeisterin.