Schabe Foto: imago images / Nature Picture Library

Berlin – Verwaiste Restaurants, Lokale, in denen in normalen Zeiten kleine Speisen gereicht werden oder Groß-Kantinen – sie alle sind wegen der Coronakrise derzeit geschlossen. Für Ratten,Mäuse, Kakerlaken oder Schaben das reinste Paradies. Kammerjäger warnen jetzt: Nach Corona droht eine Ungezieferplage.

Das Problem: Fast alle Gastronomen, die ihre Lokal derzeit geschlossen haben müssen, kämpfen ums Überleben und müssen mit jedem Cent rechnen. Da die Küchen ohnehin kalt bleiben, verzichten viele der Restaurantbesitzer daher auf den kostspieligen Einsatz professioneller Kammerjäger. Ein fataler Fehler, warnen Schädlingsbekämpfer.

„Gerade jetzt ist es wichtig, anderen Infektionen vorzubeugen und die Sterilität von Lebensmitteln für alle zu gewährleisten“, heißt es bei der Schädlingsbekämpfungsfirma Storm GmbH. Ansonsten drohe eine Ungeziefer-Flut.

So werfen Mäuse bis zu 40 Nachkommen pro Jahr, Ratten können sogar bis zu 100 Kinder pro Jahr bekommen, die nach drei Monaten geschlechtsreif sind. Und Schaben bekommen vier Mal pro Jahr bis zu 20 bis 40 lebensfähige Mini-Schaben, die wiederum nach drei bis vier Wochen eigenen Nachwuchs produzieren. Zur Not können diese Tiere sich zudem auch von Kunststoffmüll, Tapeten und Korken ernähren.

Sollten die Tiere nicht regelmäßig getötet werden, droht also eine wahre Invasion. Eine Invasion, die nach Angaben der Firma Storm gefährlich werden könnte: „Viele Schädlinge sind Hauptüberträger von Krankheiten. Daher ist es unerlässlich, solche Infektionsherde zu vermeiden, um zusätzliche gesundheitliche Risiken zu vermeiden“.