Das Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion: Der geplante Abriss ist vorerst gestoppt. Foto: imago images/Schöning

Gnadenfrist für das Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion: Der für Jahresende vorgesehene Abriss der Arena und die damit verbundenen Neubaupläne der Senatssportverwaltung wurden verschoben. Grund sei ein Kompromiss, auf dem sich die Koalitionsparteien SPD, Linke und Grüne/Bündnis 90 in Gesprächen mit dem Senat geeinigt hätten, erklärte der Grünen-Abgeordnete Andreas Otto dem KURIER. Bei der Umgestaltung des Jahn-Sportparks in Prenzlauer Berg gelte nun der Grundsatz, erst planen, dann bauen, so der Politiker.

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Bisher berief sich die Senatssportverwaltung auf eine Machbarkeitsstudie von 2014, nach der es für das jetzige Jahn-Stadion, Spielstätte der Berliner Fußballvereine BFC Dynamo und VSG Altglienicke, keine Zukunft mehr gebe, weil es marode sei und erhebliche technische Baumängel hätte. Stattdessen sollte ein neue Arena für 120 Millionen Euro gebaut werden. Die Behörde von Sportsenator Andreas Geisel (SPD) hatte Mitte diesen Jahres noch einmal den Stadion-Abriss favorisiert und auf den Beginn der Arbeiten ab 2021 gedrängt.

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Nun kommt die Kehrtwende: Laut dem Abgeordneten Otto soll nun mit Beginn des Jahres 2021 eine „städtebauliches Werkstattverfahren für einen Masterplan für den Jahnsportpark“ durchgeführt werden. Darin soll auch geklärt werden, ob man das alte Jahn-Stadion teilweise oder komplett erhält beziehungsweise die Arena durch einen Neubau ersetzt. „Die Ergebnisse des Wettbewerbs sollen noch vor der Abgeordnetenhauswahl im dritten Quartal 2021 vorliegen“, sagt Otto. „Eventuelle Rückbaumaßnahmen erfolgen erst nach Abschluss des Wettbewerbs.“