Am 29. Mai wurde die sogenannte Laterne mit dem goldenen Kreuz auf die Kuppel des Schloss-Nachbaus gesetzt.   Foto: imago images/Dirk Sattler

Das neue Berliner Schloss soll trotz der Corona-Krise noch in diesem Jahr fertiggestellt werden und im Dezember eröffnen. Das teilt die „Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss“ nach einer Sitzung des Stiftungsrats mit. Voraussetzung sei allerdings, dass keine weitere Behinderung durch die Pandemie entstehe. Ursprünglich war die Eröffnung des Humboldt-Forums für September geplant, doch konnte dieser Termin wegen Corona-Folgen nicht gehalten werden.

In den letzten Wochen und Monaten sind die Bauarbeiten vornehmlich in den Erdgeschossbereichen innen wie außen gut vorangekommen, teilt die Stiftung mit, die als Bauherrin des Projekts fungiert. In den Ausstellungsbereichen der Museen im zweiten und dritten Obergeschoss geht der Aufbau der Vitrinen zügig voran. Die „Stiftung Stadtmuseum Berlin“ richtet im ersten Obergeschoss die Ausstellung des Landes Berlin zusammen mit den „Kulturprojekten Berlin“ ein.

Bauverzögerung wird nach Angaben der Stiftung höhere Kosten zur Folge haben

Ende des Monats folge der Ausstellungsaufbau der Humboldt-Universität auf derselben Etage im nördlichen Bereich des Gebäudes. Der Skulpturensaal im Ostflügel des Schlüterhofs ist mit den originalen historischen Sandsteinskulpturen bereits nahezu fertig. Auch die Ausstellungen zur „Geschichte des Ortes“ im Schlosskeller und im Südflügel zwischen den Portalen 1 und 2 nähmen zusehends Form an. In den Höfen im Erdgeschoss laufen die Pflasterarbeiten. Das Gerüst an der Außenwand vor dem Eosander-Portal soll bis Mitte Juli fallen.

Die Stiftung erklärt, sie gehe davon aus, dass noch 2020 weite Bereiche im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss dauerhaft geöffnet werden können.  

Die Ausstellungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst sowie weitere Sonderausstellungen in den oberen Geschossen und die Dachterrasse mit dem Restaurant sollen im Jahr 2021 fertig werden. Die Bauverzögerung wird nach Angaben der Stiftung höhere Kosten zur Folge haben. Wie hoch sie ausfallen, sei jetzt noch nicht zu sagen.