Pünktlich zu den Eisheiligen zeigt sich die Natur wieder winterlich. Doch die Temperaturen sollen bald wieder anziehen. Foto: imago images/Jan Eifert

Was für ein heftiger Kälteeinbruch: Bis in den Berliner Raum hinein ist der Dienstag mit Frost gestartet. Die Brandenburger Wetterstation Menz meldete in der Früh winterliche 3,2 Grad minus. Allerdings hat das Polar-Hoch Quirinius außer kühler Luft für uns auch viel Sonne im Gepäck. Nach dem völlig verregneten Montag zeigt sich nun wieder der blaue Himmel.

Für die Pflanzenwelt war der Regen nur eine kurze Verschnaufpause – die Eisheiligen können den aufgeblühten Pflanzen empfindlich zusetzen. Denn die Eisheiligen schlagen auch weiterhin nachts zu. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet noch bis zum Wochenende in unserer Region Nachtfrost bis zu minus fünf Grad. Tagsüber wird sich die eingeflossene Kaltluft allerdings in den kommenden Tagen Stück für Stück erwärmen.

Dabei geraten wir zunächst unter den Einfluss von Skandinavientief Britta. Die Dame sorgt für ein paar Schauer von der Prignitz bis zur Uckermark. In Berlin und weiter südlich zieht sich der Himmel zu, aber mit ergiebigen Niederschlägen ist nicht zu rechnen. Nach den winterlich-einstelligen Höchstwerten am Montag klettern die Werte immerhin auf zwölf Grad, und ab Mittwoch sind laut DWD örtlich schon wieder 14 Grad drin.

Kanadische Wetterforscher erwarten Hitzewelle in Berlin

Wetterexperte Dominik Jung (wetter.net) rechnet damit, dass ab dem Wochenende die Temperaturen wieder deutlich anziehen – allerdings werden wir in unserer Region die 20-Grad-Marke zunächst noch von unten sehen. Deutlich wärmer wird es im Westen Deutschlands. Kommende Woche könnte der Durchbruch gelingen: Richtung Christi Himmelfahrt (Donnerstag) sieht Diplom-Meteorologe Jung die 25-Grad-Marke in Reichweite – damit wären wir auf Sommer-Niveau.

Was die weitere Entwicklung angeht, da klaffen die Wettermodelle auseinander – besser gesagt, ein einzelnes Wettermodell deutet eine spektakuläre Entwicklung auf: Nämlich das von kanadischen Wetterforschern entwickelte Global Canadian Standard. Diese berechnen nämlich für die Hauptstadt zum Ende der kommenden Woche eine Hitzewelle mit Höchstwerten, die die 30-Grad-Marke überschreiten könnten. Da gehen die anderen führenden Wettermodelle allerdings nicht mit, sehen die Höchstwerte eher an oder unterhalb der 20-Grad-Marke.

Wie es auch kommt: Bei Niederschlägen prophezeien die Trend-Berechnungen Fehlanzeige. Außer den Niederschlägen zu Anfang dieser Woche ist auf weite Sicht so gut wie nichts in Sicht. Die Reise in ein weiteres Dürrejahr ist also weiter in voller Fahrt.