Manou (32) und Jan Rönpage (35) geben Hund Basco ein neues Zuhause. Foto: Clara Rechenberg/Tierheim Berli

Dieser Hund hatte wahrlich kein leichtes Leben – doch nun findet seine traurige Geschichte endlich ein Happy End! Erst im Januar berichtete KURIER über Basco, der im Tierheim lange auf ein neues Zuhause wartete. Nach einer Krankheit mussten ihm beide Augen entfernt werden. Nun hat er trotz schwerem Handicap endlich wieder Herrchen und Frauchen!

Und nicht nur das: Der Staffordshire-Mix-Rüde, der seit zwei Jahren im Tierheim lebte, kann sich nun wieder über eine eigene Couch freuen. Die war schon während seiner Zeit in Falkenberg sein Lieblingsplatz. „Er ist auch keine Sportskanone, die Wohnung der neuen Besitzer müsste nicht groß sein“, sagte seine Pflegerin Ines Bernhardt zum KURIER. „Hauptsache, er hat ein Sofa.“ Ein Sofa für ein paar schöne, ruhige Jahre – denn die hat sich Basco mehr als verdient. Er wurde gefunden, angebunden an einem Baum.

Erst verlor Basco das erste, dann das zweite Auge

„Er hatte 40 Grad Fieber, taumelte“, sagt Bernhardt. Die Pfleger päppelten ihn auf. Doch Basco litt an einer Erkrankung, die zu hohem Augendruck führt. Er erblindete, zuerst auf einem Auge. „Weil die Gefahr bestand, dass das Auge platzt, musste es entfernt werden.“ Kurze Zeit später auch das zweite. Doch nach dem Eingriff bewies Basco, dass er mit dem Handicap gut umgehen kann. „Er meistert sein Leben mit Blindheit so, als hätte er nie etwas anderes gemacht.“ Das kann auch Manou Rönpage bestätigen – die 32-Jährige aus Steinhude in Niedersachsen ist Bascos neues Frauchen!

Vor ein paar Tagen holten sie und ihr Mann Jan (35) den blinden Rüden zu sich. „ Wir hatten sogar die Möbel-Kanten mit Schaumstoff gesichert, damit er sich nicht verletzt, wenn er dagegenläuft“, sagt sie. „Aber schon am gleichen Abend fand er sich gut zurecht – und vor allem seine Lieblingsstrecke, den Weg zwischen Sofa und Küche, kennt er schon sehr genau!“ Die beiden Hundefans verliebten sich sofort in Basco, als sie den KURIER-Bericht lasen. „Wir hatten zwölf Jahre lang einen Staffordshire-Rüden, wollten unbedingt wieder so einen haben. Die sind total verkuschelt, sehr menschenbezogen.“ Natürlich sei der Umgang mit einem blinden Hund eine Herausforderung. „Wir müssen seine Augen sein“, sagt Rönpage. „Aber gerade er hat ein neues Zuhause mehr als verdient. Wir sind froh, dass wir ihn bei uns haben!