Der süße Kleine Panda aus dem Tierpark: Jederzeit kann es nun passieren, dass er die Wurfhöhle verlässt und sich im Freien den Besuchern zeigt. 

Foto:  Tierpark Berlin

Es ist einfach zum Knuddeln süß! Der Kleine Panda, der im Juni mit einem Silberblick im Tierpark zur Welt kam. Bisher gab es nur Fotos von ihm. Doch bald werden die Berliner den Knirps in echt bestaunen dürfen, um den es noch ein großes Geheimnis gibt.

Jeden Tag kann es nun passieren, dass das Junge der Kleinen Panda die Wurfhöhle verlässt, in der es die vergangenen Wochen mit Mama Shine (6) mit viel Kuscheln verbrachte, so Kurator Florian Sicks zum KURIER. „In der Regel geschieht dies ab dem dritten Lebensmonat. Dann wollen die Jungen aus eigenem Antrieb nach draußen und ihre Umgebung erkunden.“

Mit den beliebten Bären aus China sind Kleine Pandas (auch Katzenbären genannt) zwar nicht genetisch verwandt. Aber ihr rotbrauner Nachwuchs könnte genauso eine Attraktion werden wie die schwarzweißen Zwillingen ihrer Vettern Meng Meng und Jiao Qing aus dem Zoo. Denn so niedlich wie das Panda-Baby aus dem Tierpark aussieht, kann es bei den Berlinern garantiert ebenso erfolgreich punkten wie die beiden China-Bärenknaben Pit und Paule. Allerdings wird man kaum noch seinen süßen Silberblick sehen. „Der verwächst sich gerade“, sagt Kurator Sicks.

Der Kleine Panda ist fast drei Monate alt, wiegt etwa ein Kilo. Bei seiner Geburt war das Tier fast so leicht wie eine Tafel Schokolade. Foto: Tierpark Berlin

Bevor der Bären-Knirps, der mittlerweile schon ein Kilo wiegt, seinen ersten Ausflug ins Freie wagt, gibt es noch ein Geheimnis zu lüften. Denn wie bei den Jungen der Großen Pandas ist es auch bei dem Nachwuchs der Kleinen Pandas recht schwierig, auf Anhieb sein Geschlecht festzustellen.

Bei der Geburt am 6. Juni war es dazu noch recht winzig, wog gerade einmal so viel wie eine Schokoladentafel, also 100 Gramm. Selbst bei der ersten ärztlichen Untersuchung vor wenigen Tagen, als der Kleine Panda einen Identifikations-Chip und eine Impfung gegen Staupe bekam, konnte man nicht eindeutig sehen, ob das Jungtier männlich oder weiblich ist. „Die nächste Untersuchung im kommenden Monat soll Klarheit bringen“, sagt Sicks. Dann kann der Kleine Panda auch endlich einen Namen bekommen.

Mädchen oder Junge: Das Geheimins des Kleinen Panda ist noch nicht gelüftet. Foto: Tierpark Berlin

Für Tierpark-Fans gibt es eine gute Nachricht zu Eisbärin Hertha. „Sie wird auch noch dieses Jahr komplett in Berlin bleiben“, sagt Sick dem KURIER. Normalerweise trennen sich Eisbärenmütter in der freien Wildbahn von ihren Jungen, wenn diese das zweite Lebensjahr vollendet haben.

Daher war es geplant, dass Hertha, die am 1. Dezember zwei Jahre alt wird, dann auch den Tierpark verlässt. „Doch sie und ihre Mutter Tonja verstehen sich weiterhin prächtig, können nicht voneinander lassen“, sagt Sicks. Daher hat die verantwortliche Kommission des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes in Amsterdam auch noch keinen Termin für Herthas Umzug in einen anderen Zoo festgelegt.