Gorilla-Dame Fatou feierte am Ostermontag ihren 63. Geburtstag – aufgrund der Corona- Krise leider allein. Foto: imago

Auf dem Weg zurück in den Alltag muss man sich derzeit über kleine Schritte freuen – doch auch ein ziemlich großer Schritt wurde bereits angekündigt: Voraussichtlich zum nächsten Wochenende sollen Zoo und Tierpark wieder öffnen! Viele Berliner freuen sich über das Ausflugsziel in Krisen-Zeiten. Und auch Direktor Andreas Knieriem klingt zufrieden.

Dass Zoo und Tierpark wieder öffnen sollen – Berlins Regierender Michael Müller traf dazu am Donnerstag eine klare Aussage. Ganz zur Freude von Andreas Knieriem, dem Direktor der Parks. „Wir freuen uns über die Pläne des Senats und den damit ausgedrückten Vertrauensvorschuss“, sagt er. „Nun sind wir sehr gespannt auf die für Dienstag angekündigte Verordnung.“ Dann wollen – so der bisherige Stand – die Verantwortlichen des Senats tagen, um die Corona-Regeln zu überarbeiten und Lockerungen zu beschließen.

Vorerst wohl reglementierter Einlass - aber was heißt das genau?

Wie genau der Betrieb der beiden Parks im Fall der Öffnung erfolgt, ist bisher allerdings unklar – derzeit wird hinter den Kulissen geplant. Werden die Tierhäuser geöffnet? Wird es einen Streichelzoo geben? Und was ist mit den gastronomischen Einrichtungen? Details könne man noch nicht nenne, hieß es auf Nachfrage des KURIER. Knieriem sagte, man plane in enger Abstimmung mit dem Senat und den Bezirken. In jedem Fall geht man von einer Öffnung „mit reglementiertem Besucher-Einlass unter Einhaltung der Hygiene- und Verhaltensrichtlinien“ aus, so der Zoo-Direktor.

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Zoo und Tierpark schlossen im Rahmen der Corona-Maßnahmen schon Mitte März ihre Pforten. Ein Schritt, der, so hieß es in den vergangenen Tagen, mit erheblichen finanziellen Einbußen einhergehe. Von 140.000 Euro pro Tag für den Betrieb von Zoo, Tierpark und Aquarium sind die Rede.

Gebasteltes Spielzeug und Erdnussautomaten zur Überbrückung

Den Tieren geht es aber gut – auch wenn der eine oder andere Bewohner die Abwesenheit der Besucher bemerkt. „Gerade bei tollem Wetter hätten Robben, Paviane und Co. normalerweise viel zu gucken. Die Tierpfleger wissen ihre Schützlinge aber natürlich auch anderweitig zu beschäftigen“, heißt es in einer Mitteilung. So hätten die Affen kniffelige Futterautomaten, aus denen sie Erdnüsse befreien können.

„Die Seehunde bekommen bei ihrem täglichen Training ihren heißgeliebten Fisch und auch die Pandas sind mit den von den Tierpflegern gebastelten Spielzeugen ebenfalls gut beschäftigt.“ Einzig und allein für Gorilla-Dame Fatou, die am 13. April 63 Jahre alt wurde, war es ein ungewöhnlicher Geburtstag – sie ist nun die älteste Gorilla-Dame der Welt, musste aber trotzdem einsam feiern.