Federico Hidalgo (23) trainiert seit gestern wieder im Holmes Place Schloßstraße.    Foto: Volkmar Otto

Eine gute Nachricht für Sport-Fans: Seit gestern dürfen die 500 Fitness-Studios in der Hauptstadt wieder öffnen. Berlin ist spät dran, andere Bundesländer legten schon am 11. Mai vor. KURIER hat sich umgeschaut.  

Einer der großen Anbieter ist Holmes Place mit mehr als 15.000 Mitgliedern und sechs Filialen in der Stadt. Die Anlage an der Schloßstraße in Steglitz musste umgebaut werden, um die Sicherheitsauflagen des Senats einhalten zu können. Drei Meter Sicherheitsabstand müssen zwischen den Geräten liegen, Duschen dürfen nicht genutzt werden, in Umkleidekabinen können nur Schuhe gewechselt werden. Kurse finden nur in kleinen Gruppen statt.

Die Nachricht, dass wieder trainiert werden kann, kam kurzfristig Mitte vergangener Woche. „Die finalen Auflagen haben wir erst am Wochenende bekommen“, sagt Holmes-Place-Club-Chefin Sabine Lichtenegger.  „Im gesamten Studio dürfen sich nur 100 Mitglieder aufhalten. Unsere Kapazität reicht für 300“, berichtet Lichtenegger. 

Der Pool im Club ist noch gesperrt

Von Senatsseite her begründete man die Maßnahmen mit der hohen Infektionsgefahr, die von Fitnessstudios ausgeht. Um auf Nummer sicher zu gehen, misst bei Holmes Place ein Concierge bei jedem Mitglied, das zum Training kommt, die Temperatur mit einem kontaktlosen Thermometer. Geräte und Türgriffe werden laufend desinfiziert. Die Trainer müssen Maske tragen, Mitgliedern wird das frei gestellt. Die Wiedereröffnung ist eine logistische Herausforderung. „Wir haben das Pfingstwochenende mit Ausmessen und Umbauten verbracht“, so die Club-Managerin. Etliche Geräte sind gesperrt, Abstandszonen mit Pfeilen auf dem Boden aufgemalt.

Ein wenig ist die Freude noch getrübt: Sportarten wie Schwimmen und Aquagymnastik sind nicht möglich. „Unser Pool ist gesperrt“, erklärt Lichtenegger.