Ein Berliner Polizist in „normaler“ Uniform. Für den Umgang mit Kranken genügt sie nicht. Foto: imago images

Polizei und Feuerwehr sind nur wenig auf eine Pandemie vorbereitet. So mangelt es beiden an Schutzausrüstung.   Nach KURIER-Informationen schlug schon vor mehreren Tagen der für Katastrophenschutz zuständige Stab der Feuerwehr Alarm. In einer internen Notiz bemängelt der Stab das Fehlen eines zentralen Katastrophenschutz-Lagers für Schutzanzüge. Der Markt für Schutzkleidung sei leer gefegt. Bereits jetzt sei absehbar, dass das aktuell angewandte Schutzniveau der Schutzausrüstung „nicht gehalten werden kann“.

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Ein weiteres Problem: Die meisten Krankentransporter für den Katastrophenschutz seien überaltert. 12 von 40 Fahrzeugen müssen dieses Jahr ausgesondert werden.

Eine einheitliche Alarmierungstechnik für ehrenamtliche Kräfte des Katastrophenschutzdienstes fehle ebenfalls. Die Funkmeldeempfänger dafür seien erst in der „Beschaffungsplanung“.

Teile der Ausrüstung haben Verfallsdatum erreicht

Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) verfügen auch nicht alle Polizisten über Masken, Nitril-Handschuhe, Händedesinfektionsmittel und Augenschutzbrille.

Das alles wurde ab 2014 zwar verteilt. Allerdings haben Teile der Ausrüstung schon ihr Verfallsdatum erreicht. „Da wir für einen solchen Fall aber auch über ein längerfristiges Szenario reden, bedarf es eine einheitliche Entsorgungslogistik und die Chance für Ersatzbeschaffungen. Beides ist bisher nicht gegeben“, so GdP-Landeschef Norbert Cioma.

Ohnehin seien bisher viele Sachen ungeklärt. „Zum Beispiel wie Kolleginnen und Kollegen mit Urlaubsrückkehrern aus bereits betroffenen Gebieten umgehen sollen.“ CHG, KOP