Ein Arbeitsschiff vor den Kolonnaden: Hier wird ein Aufprall-Schutz errichtet. Foto:  Thomas Imo/SPK/phototek.net

Die aus dem 19. Jahrhundert stammenden Kolonnaden auf der Museumsinsel sowie ihre Erweiterungen werden in den ursprünglichen Zustand versetzt, Einbauten im Säulengang zur Spree entfernt. Dafür muss über dem Fluss eine zwei Meter breite Arbeitsplattform errichtet werden. Dafür wurde jetzt ein schwimmendes Leitwerk errichtet, das verhindert, dass Schiffe gegen die Plattform stoßen.

Eine Pfahlkonstruktion wird in das Flussbett gepresst. Dort soll dann das schwimmende Leitwerk befestigt werden. Foto: Thomas Imo/SPK/photothek.net

Die  Haupt-Baumaßnahmen betreffen den nördlichen Abschnitt der Kolonnaden. Sie waren 1911 hinzugebaut worden, um zusätzliche Räum­lichkeiten zu schaffen, und 1957 durch einen Kopfbau ergänzt worden. Bis vor kurzem dienten diese Räume unter anderem der Skulpturen­restaurie­rungswerkstatt der Alten Nationalgalerie, die jetzt ihr neues Domizil im Bode-Museum gefunden hat. Die zweige­schossigen Einbauten werden nun entfernt und die Säulen wieder freige­stellt und restauriert.

Der Säulengang solle in einigen Jahren eine besondere Rolle im Zusammenhang mit der Sanierung des Pergamon-Museums spielen, teilte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit: Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts  und während der Sanierung des Süd­flügels werden die Besucher über den Gang zum Perga­mon-Museum geführt – abseits vom Baustellenverkehr. Die Arbeiten werden voraussichtlich 2022 abgeschlossen sein.  

Die zweigeschossigen Einbauten werden entfernt und die Säulen wieder freigestellt und restauriert. Foto: Thomas Imo/SPK/photothek.net