Ein Schriftzug weist zum Eingang des neuen Corona-Testzentrums hin. (Symbolbild) Foto: Markus Scholz/dpa

Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ist weiterhin dagegen, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie Hilfe von der Bundeswehr anzunehmen. Die Soldaten sollten in den Gesundheitsämtern bei der Kontaktrückverfolgung helfen. Doch Bezirksbürgermeisterin Monika Hermann (Grüne) ist nach wie vor dagegen. „Das Bezirksamt setzt in der Kontaktnachverfolgung auf mittelfristigen Personalaufwuchs statt auf kurzfristige externe Unterstützung“, teilte Herrmann am Mittwoch mit.

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Das Gesundheitsamt habe in den vergangenen Monaten bereits 17 Personen für ein Jahr befristet eingestellt, weitere vier folgen demnach in den nächsten Wochen. Hinzu kämen 25 Honorarkräfte und 2 Mitarbeiter des Robert-Koch-Instituts. „Damit kann das Gesundheitsamt bei den aktuell vorliegenden Infektionszahlen tagesaktuell reagieren und umgehend Kontakt zu den positiv Getesteten aufnehmen und deren Kontakte nachverfolgen“, sagte Herrmann.

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Mehr Personal wünscht sich die Bürgermeisterin indes für das Ordnungsamt: „Für eine effektivere Umsetzung der Eindämmungsverordnung brauchen wir deutlich mehr Kontrollen und mehr Personal“, erklärte sie. „Aufgrund der tariflichen Eingruppierung ist es nicht möglich, hierfür die Mitarbeiter*innen der Parkraumüberwachung einzusetzen.“ Auch der Innendienst müsse verstärkt werden, um die eröffneten Ordnungswidrigkeitsverfahren zu bearbeiten.

Friedrichshain-Kreuzberg lässt als einziger von zwölf Bezirken keine Corona-Hilfe der Bundeswehr zu – obwohl es zu den Bezirken mit den meisten Infektionen gehört. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) hatten dies kritisiert.