Daniela Fritz (31), Betreiberin des Fitnessstudios Injoy am Kamenzer Damm.  Foto: Eric Richard

Das öffentliche Leben kehrt langsam, aber sicher zurück. Geschäfte, Zoos und Friseure dürfen wieder öffnen, die Kita-Notbetreuung wird ausgeweitet, auch die BVG erhöht ihre teils heruntergefahrene Taktung wieder. Fitnessstudios hingegen sind von den Lockdown-Lockerungen ausgenommen. Und bleiben weiterhin dicht. Dagegen stemmen sich die Betreiber der Studios jetzt mit aller Kraft.

„Am 30.4.2020 wird über die zweite Lockerungswelle entschieden“, heißt es in einer direkt an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gerichteten Onlinepetition. Die Themen Fitness und Gesundheit müssten  „endlich ihre gerechtfertigte Systemrelevanz bekommen“. Mittlerweile sei  klar, dass „eine gute körperliche Verfassung und damit auch ein starkes Immunsystem das einzige ist, was man dem Coronavirus zum jetzigen Zeitpunkt entgegensetzen kann“.

Einhaltung von Mindestabständen „überhaupt kein Problem“

Auch Daniela Fritz, Leiterin des Fitnessstudios Injoy in Lichtenrade, fordert ein Ende der behördlich angeordneten Schließung von Sportstudios. Dabei geht es ihr auch um das wirtschaftliche Überleben der einzelnen Studios – aber nicht nur darum. „Es ist so wichtig,  dass wir Menschen wieder beim Kampf gegen Übergewicht, Diabetes Typ Zwei, Bluthochdruck, Rückenbeschwerden, Gelenkschmerzen, Haltungsdysbalancen, Depression oder einfach nur Sarkopenie, also altersbedingtem Muskelmasseverlust, der häufig zur Pflegebedürftigkeit führt, unterstützen dürfen“, so die 31-Jährige zum KURIER.

Nach ihren Worten ist die Einhaltung von Mindestabständen „überhaupt kein Problem“, und desinfiziert würden die einzelnen Geräte „ohnehin nach jeder Benutzung, auch schon vor Corona“. Daher wollen Fritz und die Initiatoren der Onlinepetition jetzt erreichen, dass „die derzeitige Schließung tausender Fitnessstudios unter bestimmten Vorgaben zur Hygiene und Kontaktvermeidung aufgehoben wird“.