Die Altkleider-Container der Beliner Stadtmission stehen direkt vor dem Gebäude. Imago/Jürgen Held

Wenn der Herbst kommt und die Temperaturen sinken, gerät das Schicksal der Obdachlosen in Berlin zumindest kurzzeitig in den Fokus. Menschen speichern sich die Nummer des Kältebusses ein oder bringen warme Klamotten zur Berliner Stadtmission. Doch es ist ein Trugschluss, dass Kleidung für Obdachlose nur im Winter gebraucht wird. Und so wendet sich die Stadtmission Berlin nun mit einer dringenden Bitte an die Bevölkerung.

Berliner Stadtmission braucht Kleidung für Obdachlose

Für Obdachlose werden derzeit nämlich händeringend Turnschuhe, Männerschuhe und Kapuzenjacken gesucht. Auch T-Shirts, Jeans- und Jogginghosen, Boxershorts und Socken ohne Löcher würden benötigt, teilte Sprecherin Barbara Breuer am Montag mit. Außerdem mangele es an gut erhaltenen Schlafsäcken und Isomatten.

Das Problem: Aktuell würden kaum noch Kleiderspenden für Männer bei der Berliner Stadtmission abgegeben. „Mit Beginn der warmen Jahreszeit rückt das Thema Obdachlosigkeit immer etwas in den Hintergrund“, nannte sie einen Grund für den Rückgang der Spenden. Außerdem hätten viele Spendenwillige aktuell vor allem die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine im Blick. „Diese kommen teilweise aber auch zu uns in die Kleiderkammer“, so Breuer.

Kleiderkammer der Stadtmission braucht dringend Spenden

Die mehr als 100 bedürftigen Menschen, die die Kleiderkammer des evangelischen Vereins in der Lehrter Straße regelmäßig besuchen, könnten zurzeit nicht mit benötigter Kleidung versorgt werden.

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Spenden können werktags von 8 bis 18 Uhr am Empfang der Berliner Stadtmission in der Lehrter Straße 68 kontaktlos abgegeben werden. Zudem stehen dort auch mehrere Container bereit, die regelmäßig gelehrt werden. Auch im Textilhafen der Berliner Stadtmission in der Storkower Straße 139D sind montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr Spenden möglich.